„Das Nationalteam bleibt weiter mein Ziel“

Sport / 14.11.2019 • 18:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Bregenzer Dejan Stojanovic erlebt als Tormann des FC St. Gallen gerade aufregende Zeiten.tagblatt
Der Bregenzer Dejan Stojanovic erlebt als Tormann des FC St. Gallen gerade aufregende Zeiten.tagblatt

Dejan Stojanovic drückt ÖFB-Team die Daumen und wartet auf Anruf vom Teamchef.

St. Gallen Mit dem FC St. Gallen schwimmt Tormann Dejan Stojanovic aktuell auf einer Erfolgswelle. Kein Wunder, rangieren die Ostschweizer doch auf Rang drei der Schweizer Super League und begeistern die Zuschauer mit Offensiv-Fußball à la RB Salzburg. Für den Bregenzer im Tor hat sich der Aufwärtstrend des ältesten Vereins im Nachbarland schon im Laufe der letzten Saison abgezeichnet. „Unter Trainer Peter Zeidler (Ex-RB Salzburg-Trainer) spielen wir einen extrem temporeichen Fußball. In der abgelaufenen Spielzeit haben wir uns erst daran gewöhnen müssen, aber seit Sommer haben alle in unserem jungen Team die Philosophie verinnerlicht. Das macht uns stark“, erklärt Stojanovic den fußballerischen Aufschwung in der Ostschweiz. Der 26-Jährige genießt den Erfolgslauf der St. Galler, steht er doch seit rund eineinhalb Jahren als Stammtorhüter zwischen den Pfosten. Davor erlebte der Sohn des ehemaligen SW Bregenz-Goalgetters Aco Stojanovic die Schattenseiten des Fußballgeschäfts. „In den fünf Saisonen (2011-2016) in Bologna habe ich gesehen, dass im Geschäft Fußball nicht immer nur die Leistung zählt. Aber der Wechsel nach St. Gallen war dann im Nachhinein betrachtet mein Jackpot. Obwohl ich zu Beginn nicht viel gespielt habe. Aber jetzt kommt alles, was ich in Italien gelernt habe, endlich zum Tragen. Ich fühle mich richtig wohl hier, kann endlich zeigen, was ich kann“, so der Bregenzer, der sich in Rohrschach eine Wohnung genommen hat, „damit ich schnell im Stadion, aber auch schnell bei meinen Eltern in Bregenz bin.“

Auf Foda aufmerksam machen

Im Sommer 2016 wechselte Stojanovic von Bologna zu St. Gallen, sein Vertrag läuft noch bis 2020, wobei der Klub über eine Option verfügt. „Es finden gerade Gespräche statt, was meine Zukunft betrifft. Aktuell fühle ich mich hier sehr wohl“, erklärt der Goalie, der dennoch zugibt, dass sein Weg noch lange nicht zu Ende ist: „Natürlich will man sich für größere Ligen empfehlen, aber dafür muss ich weiter hier starke Leistungen zeigen und dem Verein so helfen. Alles Weitere ergibt sich dann.“ Ähnliche Topleistungen wie zuletzt in der Super League sollen dann auch endlich Österreichs Teamchef Franco Foda auffallen. „Natürlich ist das Nationalteam ein Ziel von mir. Nur hat sich eben noch niemand mit mir ausgetauscht“, gibt sich der Tormann zurückhaltend. Für die Partie gegen seine „Heimat“ Nordmazedonien sieht er das ÖFB-Team klar im Vorteil. „Nordmazedonien hat zwar ein starkes Team, aber Österreich sehe ich im Vorteil.“ VN-mkr