„Nationalteam bleibt weiter mein Ziel“

Sport / 14.11.2019 • 21:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Tormann Dejan Stojanovic liegt mit dem FC St. Gallen in der Schweizer Super League aktuell auf dem dritten Platz und zeigt Woche für Woche starke Leistungen. TAGBLATT

Der Bregenzer Dejan Stojanovic in Diensten des FC St. Gallen drückt dem ÖFB-Team die Daumen und wartet auf den Anruf von Teamchef Franco Foda.

Markus Krautberger

St. Gallen Mit dem FC St. Gallen schwimmt Tormann Dejan Stojanovic aktuell auf einer Erfolgswelle. Kein Wunder, rangieren die Ostschweizer doch auf Rang drei der Schweizer Super League und begeistern die Zuschauer mit Offensivfußball à la RB Salzburg. Für den Bregenzer im Tor hat sich der Aufwärtstrend des ältesten Vereins im Nachbarland schon im Laufe der letzten Saison abgezeichnet. „Unter Trainer Peter Zeidler (Ex-RB Salzburg-Trainer) spielen wir einen extrem temporeichen Fußball. In der abgelaufenen Spielzeit haben wir uns erst daran gewöhnen müssen, aber seit Sommer haben alle in unserem jungen Team die Philosophie verinnerlicht. Das macht uns stark,“ erklärt Stojanovic den fußballerischen Aufschwung in der Ostschweiz. Der 26-Jährige genießt den Erfolgslauf der St. Galler, steht er doch seit rund eineinhalb Jahren als Stammtorhüter zwischen den Pfosten. Davor erlebte der Sohn des ehemaligen SW Bregenz-Goalgetters Aco Stojanovic die Schattenseiten des Fußballgeschäfts. „In den fünf Saisonen (2011-2016) in Bologna habe ich gesehen, dass im Geschäft Fußball nicht immer nur die Leistung zählt. Aber der Wechsel nach St. Gallen war dann im Nachhinein betrachtet mein Jackpot. Obwohl ich zu Beginn nicht viel gespielt habe. Aber jetzt kommt alles, was ich in Italien gelernt habe, endlich zum Tragen. Ich fühle mich richtig wohl hier, kann endlich zeigen, was ich kann,“ so der Bregenzer, der sich in Rorschach eine Wohnung genommen hat, „damit ich schnell im Stadion, aber auch schnell bei meinen Eltern in Bregenz bin.“

„Natürlich ist das Nationalteam ein Ziel von mir. Nur hat sich eben noch niemand mit mir ausgetauscht.“

Dejan Stojanovic, Tormann FC St. Gallen

Foda aufmerksam machen

Im Sommer 2016 wechselte Stojanovic von Bologna zu St. Gallen, sein Vertrag läuft noch bis 2020, wobei der Klub über eine Option verfügt. „Es finden gerade Gespräche statt, was meine Zukunft betrifft. Aktuell fühle ich mich hier sehr wohl,“ erklärt der Goalie, der dennoch zugibt, dass sein Weg noch lange nicht zu Ende ist: „Natürlich will man sich für größere Ligen empfehlen, aber dafür muss ich weiter hier starke Leistungen zeigen und dem Verein so helfen. Alles Weitere ergibt sich dann.“ Ähnliche Topleistungen wie zuletzt in der Super League sollen dann auch endlich Österreichs Teamchef Franco Foda auffallen. „Natürlich ist das Nationalteam ein Ziel von mir. Nur hat sich eben noch niemand mit mir ausgetauscht“, gibt sich der Tormann zurückhaltend. Für die Partie gegen seine Heimat Nordmazedonien sieht er das ÖFB-Team klar im Vorteil. „Nordmazedonien hat zwar ein starkes Team, aber Österreich sehe ich im Vorteil.“

Seit 2016 steht Stojanovic im Tor des FC St. Gallen.Tagblatt
Seit 2016 steht Stojanovic im Tor des FC St. Gallen.Tagblatt
Dejan Stojanovic auf einer Pressekonferenz für den Serie A-Klub FC Bologna, bei dem er fünf Jahre lang unter Vertrag stand.Privat
Dejan Stojanovic auf einer Pressekonferenz für den Serie A-Klub FC Bologna, bei dem er fünf Jahre lang unter Vertrag stand.Privat
Seine ersten Sporen verdiente sich Stojanovic beim FC Lustenau.Gepa
Seine ersten Sporen verdiente sich Stojanovic beim FC Lustenau.Gepa