Schummelvorwürfe cool gekontert

Sport / 15.11.2019 • 21:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Während Sebastian Vettel auf einen Sieg in seinem 100. Rennen für Ferrari hoffen darf, wurde Teamkollege Charles Leclerc (hinten) zurückversetzt.AFP
Während Sebastian Vettel auf einen Sieg in seinem 100. Rennen für Ferrari hoffen darf, wurde Teamkollege Charles Leclerc (hinten) zurückversetzt.AFP

Sebastian Vettel kontert Schummelvorwürfe mit Tagesbestzeit in Sao Paulo.

Sao Paulo Am ersten Trainingstag für den Formel-1-Grand-Prix von Brasilien in Sao Paulo ist Ferrari die stärkste Kraft gewesen. Der Deutsche Sebastian Vettel drehte im zweiten Training in 1:09,217 Minuten die schnellste Runde, Zweitschnellster war sein Teamkollege Charles Leclerc aus Monaco. Auf Platz drei, und damit vor den weltmeisterlichen Mercedes, landete Red-Bull-Pilot Max Verstappen.

Vettel lag in der zweiten Session nur 21 Tausendstelsekunden vor Leclerc. Verstappen hingegen fehlte vergleichsweise viel – genau genommen 0,134 Sekunden – auf den 32-jährigen Deutschen, der noch um den dritten WM-Platz kämpft. Erst hinter dem Niederländer reihten sich die Silberpfeile von Valtteri Bottas, der Finne belegte den vierten Platz, und Champion Lewis Hamilton ein.

Im ersten, vom Regen beeinflussten Training war der zweite Red-Bull-Fahrer Alexander Albon der Schnellste im Autodromo Jose Carlos Pace gewesen. Der Thailänder konnte sich über die Bestzeit aber nur bedingt freuen. Denn zum einen hatte die Rangliste wegen der stellenweise noch nassen Piste nur beschränkte Aussagekraft, zum anderen hatte Albon seinen Boliden kurz vor Schluss in die Leitplanken gesetzt und seinen Mechanikern damit eine Zusatzschicht beschert.

Verstappen hatte Ferrari zuletzt Schummelei unterstellt, nachdem die Wagen der Scuderia nach einer Direktive des Weltverbandes (FIA) zum Benzinfluss in Austin langsamer als sonst auf den Geraden gewesen waren. Als „unreif“ hatte Vettel die Verstappen-Kommentare abgestempelt, sich verbal aber nicht weiter darauf eingelassen.

Leclerc zurückversetzt

Das Qualifying für den vorletzten WM-Lauf des Jahres steigt am Samstag (19 Uhr MEZ), das Rennen wird am Sonntag (18.10 Uhr MEZ) gestartet. Leclerc braucht sich keine Hoffnungen auf die Pole Position machen, da der Monegasse nach einem regelwidrigen Motorenwechsel mehrere Plätze zurückversetzt werden wird.

Formel 1

Formel-1-Grand-Prix von Brasilien in Sao Paulo

1. freies Training: 1. Alexander Albon (THA) Red Bull 1:16,142 Min., 2. Valtteri Bottas (FIN) Mercedes +0,551 Sek., 3. Sebastian Vettel (GER) Ferrari 0,899, 4. Charles Leclerc (MON) Ferrari 1,143, 5. Carlos Sainz (ESP) McLaren 1,644, 6. Nico Hülkenberg (GER) Renault 1,757, 7. Daniel Ricciardo (AUS) Renault 1,843, 8. Pierre Gasly (FRA) Toro Rosso 1,958, 9. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso 2,132, 10. Lando Norris (GBR) McLaren 2,417. Ohne Zeit u.a.: Lewis Hamilton (GBR) Mercedes und Max Verstappen (NED) Red Bull

2. freies Training: 1. Sebastian Vettel (GER) Ferrari 1:09,217 Min., 2. Charles Leclerc (MON) Ferrari +0,021 Sek., 3. Max Verstappen (NED) Red Bull 0,134, 4. Valtteri Bottas (FIN) Mercedes 0,156, 5. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 0,223, 6. Kevin Magnussen (DEN), Haas 0,926, 7. Daniel Ricciardo (AUS) Renault 0,977, 8. Kimi Räikkönen (FIN) Alfa Romeo 0,993, 9. Alexander Albon (THA) Red Bull 1,058, 10. Carlos Sainz (ESP) McLaren 1,093, 12. Pierre Gasly (FRA) Toro Rosso 1,135, 14. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso 1,207

3. Training Samstag, 16 Uhr (MEZ)

Qualifikation Samstag, 19 Uhr

Formel-1-GP Sao Paulo  Sonntag, 18.10 Uhr

Fernsehen: ORF 1, SRG; RTL, Sky live

Das 21. und letzte WM-Rennen 2019 findet am 1. Dezember in Abu Dhabi (VAE) statt.