Für Zündstoff ist ausreichend gesorgt

Sport / 19.11.2019 • 20:15 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Im Hinspiel konnten Boris Zivkovic und Co. den Ansturm von Josip Juric-Grgic stoppen und feierten mit dem 26:22 den 35. Harder Sieg in einem Ländle-Derby. GEPA
Im Hinspiel konnten Boris Zivkovic und Co. den Ansturm von Josip Juric-Grgic stoppen und feierten mit dem 26:22 den 35. Harder Sieg in einem Ländle-Derby. GEPA

94. Duell zwischen Bregenz Handball und dem Alpla HC Hard.

Bregenz Selten zuvor war die Favoritenrolle so umstritten wie vor dem 94. Ländle-Derby am 14. Spieltag der Spusu Liga 2019/20 zwischen Bregenz Handball und dem Alpla HC Hard heute ab 20.15 Uhr in der Handballarena Rieden. Sowohl die gastgebende Equipe aus der Landeshauptstadt als auch die Roten Teufel vom Bodensee bekamen am Wochenende auf europäischer Ebene eine Lektion der unangenehmen Art verpasst. Während Bregenz nach dem 31:31 am Vortag im zweiten Duell vom isländischen Rekordmeister Valur Reykjavik eine 21:31-Packung verpasst bekam und den Sprung ins Achtelfinale verpasst hat, sind die Chancen der Harder auf den erstmaligen Einzug in die Gruppenphase des EHF-Cups nach der 18:34-Auswärtsniederlage in Spanien bei BM Cuenca vor dem Rückspiel am Samstag (17 Uhr) wohl nur noch theoretischer Natur. Für beide Hochburgen geht es im Revierduell darum, sich zu rehabilitieren.

Serie an Finalspielen geht weiter

„Mund abputzen und es besser machen“, erklärt Bregenz-Cheftrainer Markus Burger kämpferisch. „Was war, können wir nicht mehr ändern. Das Thema Europacup ist für diese Saison abgehakt, doch die Aufgaben, die auf uns warten, sind dadurch nicht einfacher geworden. Man muss nur auf die Tabelle schauen und erkennt, dass sich die Serie an Finalspielen für uns bis zum Ende des Grunddurchgangs erstrecken wird. Wir stehen weiter unter Zugzwang, wollen wir nach dem verkorksten Saisonstart noch im letzten Abdruck die Teilnahme am Play-off schaffen.“

Was Burger vor seinem dritten Ländle-Derby als Cheftrainer positiv stimmt, dass am Ende der erste doppelte Punktegewinn gegen seinen langjährigen Arbeitgeber zu Buche steht, sind die Leistungen seiner Mannschaft in den letzten Monaten. „Natürlich gab es immer wieder Rückschläge, doch in Summe waren schon viele Dinge dabei, die mich optimistisch stimmen. Die Mannschaft hat in vielen Belangen mehr als nur einen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt gilt es, den Aufwärtstrend in den letzten Wochen zu bestätigen. Wir haben das Potenzial, Hard zu bezwingen. Damit dies gelingt, muss aber die Leistung der Torleute passen, die Abwehr muss kompromisslos agieren und im Angriff müssen wir uns mit Tempo geduldig die finale Einwurfmöglichkeit erarbeiten. Jeder Einzelne im Team muss bereit sein, seine maximalen Grenzen auszureizen. Nur so können wir Hard Paroli bieten und die wichtigen Punkte holen“, betont der 55-Jährige.

Bregenz hat mehr Druck

Trotz des klaren 26:22-Erfolges im ersten Saisonduell und der wesentlich komfortableren Ausgangslage in der Tabelle sieht Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner sein Team keinesfalls in der Favoritenrolle: „Bregenz ist nach schwachem Start gut in Form gekommen, hat seit dem direkten Duell in der Liga mehr Punkte geholt als wir. Dazu kommt, dass sie zu Hause spielen und den wesentlich größeren Druck haben, Punkte zu holen im Kampf um das Play-off-Ticket“, erklärt der 44-jährige Deutsche. Gleichzeitig betont Gärtner, dass sein Team die Chance hat, mit einem Derbysieg bezüglich dem Startplatz in der Meisterrunde fast alles klar zu machen.“

Aus personeller Sicht werden beide Kontrahenten wie schon in den letzten Partien nicht in stärkster Besetzung antreten können. Während bei den Gastgebern Ante Esegovic und Marko Coric fix fehlen und Marian Klopcic fraglich ist, steht bei Hard hinter dem Einsatz von Max Hermann wegen Schulterproblemen ein Fragezeichen. Fix nicht dabei sind Dominik Schmid, Nejc Zmavc und bei Gerald Zeiner dürfte das Derby nach der Operation und Entfernung des Schleimbeutels am linken Ellbogen zu früh kommen.

Für Zündstoff vor dem Prestigeduell ist ausreichend gesorgt und man darf gespannt sein, welches Team die Klatsche im Europacup besser verarbeitet hat. VN-JD

„Wir haben das Potenzial, Hard zu bezwingen. Dafür müssen aber viele Faktoren passen.“

Handball

Spusu Liga der Männer 2019/20

Hauptrunde, 14. Spieltag

Bregenz Handball – Alpla HC Hard Mittwoch, 20.15 Uhr

Handballarena Rieden, SR Brkic/Jusufhodzic (HR: 22:26)

Die weiteren Begegnungen: SG Hadnball West Wien – UHK Krems, Freitag, 19 Uhr; HSG Graz – HC Fivers WAT Margareten, Freitag, 19 Uhr; SC Ferlach – Schwaz Handball Tirol, Samstag, 19 Uhr; HC Linz – HSG Bärnbach/Köflach, Samstag, 19 Uhr

Tabelle  1. HC Fivers WAT Margareten 13  10  0  3  397:335  +62  20

  2. SC Ferlach 13  8  1  4  351:348  +3  17

  3. Alpla HC Hard 13  8  0  5  357:340  +17 16

  4. UHK Krems (M) 12  7  1  4  342:323  +19 15

  5. Schwaz Handball Tirol  13  7  0  6  337:343  -6  14

  6. HSG Graz 13  6  0  7  373:368  +5  12

  7. SG Handball West Wien 13  6  0  7  339:339  +/-0  12

  8. Bregenz Handball 12  5  0  7  300:313  -13 10

  9. HC Linz 13  3  2  8  365:379  -14  8

 10. HSG Bärnbach/Köflach 13  2  0  11  298:371  -73  4

Die nächsten Spiele der Ländle-Klubs: HSG Bärnbach/Köflach – Bregenz Handball, 29. 11.,
19 Uhr (HR: 29:24); Alpla HC Hard – SG Handball West Wien, 30. 11., 19 Uhr (HR: 24:27)