ÖFB-Fahrplan 2020 orientiert sich an EM-Auslosung

Sport / 19.11.2019 • 23:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Viele Eckpunkte sind offen, Gewissheit am 30. November.

Riga Bisher steht nur so viel fest: Die ÖFB-Auswahl bestreitet Ende März 2020 sowie in der unmittelbaren EM-Vorbereitungsphase Ende Mai/Anfang Juni jeweils zwei Länderspiele. Gegen welche Mannschaften getestet wird, hängt laut ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold von der Gruppeneinteilung der kontinentalen Endrunde ab. Mit Vertragsabschlüssen müsse man allerdings zuwarten, weil man Spiele gegen spätere EM-Gruppengegner vermeiden wolle. Eine Situation wie 2008, als das ÖFB-Team gegen Deutschland im Februar ein Freundschaftsmatch und im Juni eine EURO-Partie absolvierte, wird es diesmal nicht geben.

Standortfrage muss gelöst werden

Mit Teamchef Franco Foda wurde vereinbart, im EM-Vorfeld gegen möglichst starke Kontrahenten anzutreten. „Es ist stets sein Wunsch, sich mit den besten Mannschaften zu messen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Gegner nicht bei der Endrunde dabei sein wird“, betonte Neuhold. Ein Fragezeichen steht auch hinter den Austragungsorten. So gibt es etwa laut dem Niederösterreicher die Option, den März-Lehrgang im südlichen europäischen Ausland abzuhalten.

Ebenfalls ungeklärt ist die Location des letzten Trainingscamps vor der EM sowie das EM-Quartier selbst. Sollte Österreich in der London/Glasgow-Gruppe landen, könnte man die Zeit während der Gruppenphase auf der Britischen Insel verbringen. „Aber aufgrund der unklaren Lage wegen des Brexit ist das nicht sicher“, stellte Neuhold klar. Ein längerer Auslands-Aufenthalt während des Turniers ist auch dann denkbar, wenn für die ÖFB-Auswahl zum Beispiel zwei EURO-Partien in Baku auf dem Programm stehen.

Prinzipiell geht der Trend aber in die Richtung, während der Endrunde in der Heimat zu bleiben und nur jeweils einen Tag vor dem Spiel zum Austragungsort zu fliegen. Wo man in diesem Fall in Österreich logieren würde, ist laut Neuhold noch offen. Im Gespräch ist Stegersbach im Burgenland.

Endgültige Klarheit über alle offenen Punkte soll wenige Wochen nach der Gruppeneinteilung (30. November) herrschen. Theoretisch besteht die Gefahr, dass der dann fixierte Fahrplan noch einmal über den Haufen geworfen wird. Die UEFA hat nämlich für den 1. April 2020, wenn nach den Nations-League-Play-offs alle EURO-Teilnehmer feststehen, einen Termin für eine neuerliche EM-Auslosung reserviert.

Nach der EM ist vor der WM-Quali

Nach der EM geht es für das Nationalteam mit der nächsten Auflage der Nations League weiter. David Alaba und Co. treten bei den Doppelterminen im September, Oktober und November 2020 in der Liga-B-Gruppenphase in Hin- und Rückspielen gegen drei Gegner an. Die Auslosung steigt am 3. März in Amsterdam. Es ist anzunehmen, dass zumindest ein Startplatz für die WM 2022 über die Play-offs des neuen Bewerbs ausgespielt wird, der Modus ist bisher aber nicht bestätigt. Die eigentliche WM-Qualifikation startet erst 2021.

Fussball

UEFA EURO 2020 (12. Juni bis 12. Juli)

Die Lostöpfe für die Auslosung (vorbehaltlich der Bestätigung durch das UEFA Emergency Panel)

Topf 1 Italien, Belgien, England, Deutschland, Spanien, Ukraine

Topf 2 Frankreich, Schweiz, Kroatien, Polen, Niederlande, Russland

Topf 3 Portugal, Türkei, Dänemark, Österreich, Schweden, Tschechien

Topf 4 Wales, Finnland, Sieger Playoff A, Sieger Playoff B, Sieger Playoff C, Sieger Playoff D