Davis-Cup-Nachtschicht ging bis vier Uhr früh

Sport / 21.11.2019 • 19:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Novak Djokovic glaubt, dass das Debüt des neuen Formats im Davis Cup unzufriedenstellend ausfällt. Sportlich schaffte der Serbe den Aufstieg in das Viertelfinale.afp
Novak Djokovic glaubt, dass das Debüt des neuen Formats im Davis Cup unzufriedenstellend ausfällt. Sportlich schaffte der Serbe den Aufstieg in das Viertelfinale.afp

USA entschied das Doppel gegen Italien ganz spät.

Madrid Das Davis-Cup-Finalturnier in Madrid entwickelt sich für die in der späten Session angesetzten Partien zur Nachtschicht. Das Doppel zwischen den USA und Italien ging Donnerstagfrüh erst um 4.04 Uhr zu Ende. Die Amerikaner Sam Querrey/Jack Sock setzten sich in drei Sätzen gegen Simone Bolelli/Fabio Fognini durch. Das zweite der beiden gespielten Einzel war zuvor erst um 1.33 Uhr zu Ende gegangen. Davor fixierten Spanien durch ein 3:0 gegen den damit sieglos ausgeschiedenen Titelverteidiger Kroatien und Australien durch ein 2:1 gegen Belgien den Aufstieg. Kanada war in der Gruppe von USA und Italien schon am Vortag aufgestiegen.

Manko im Modus und Störfaktor

Nachdem schon die als Aufsteiger festgestandenen Kanadier auf ein Doppel-Antreten verzichtet hatten, gaben die Australier mit Gedanken an das Viertelfinale gegen die Belgier nach einem Game auf. Diese Möglichkeit wird als Schwachstelle des Modus gesehen. Auch diese Partie wurde übrigens erst nach Mitternacht begonnen. Die Spanier wurden von Rafael Nadal in das Viertelfinale geführt, und der Weltranglistenerste nahm danach zum Event an sich Stellung. Dass in sechs Wochen in Australien mit dem ATP Cup der nächste Teambewerb beginnt, stört den 33-Jährigen. Er sehe keine andere Lösung als die beiden Events zu fusionieren. „Wir haben die Möglichkeit, einen großen Event daraus zu machen. Es ist wichtig, dass die ITF (Weltverband, Davis Cup) und die ATP (Spielerorganisation, ATP Cup) ihre Bemühungen vereinen.“

Ähnlich hatte davor der Weltranglistenzweite Novak Djokovic argumentiert. „Ich glaube nicht, dass auf lange Sicht zwei Teambewerbe mit nur sechs Wochen Pause dazwischen bestehen können.“ Während sich aber Nadal für den Davis Cup zumindest in der Namensgebung ausgesprochen hat, glaubt „Djoker“, dass das Debüt des neuen Formats unzufriedenstellend ausfällt. Der Serbe sprach von einem Teambewerb, dieser „Super Cup“ hätte seiner Meinung nach Ende September einen guten Termin. Die Veranstalter haben indes auf die heftige Kritik an den nächtlichen Spielen reagiert und den Beginn der Viertelfinals heute um eine halbe Stunde vorgezogen. So beginnt das Viertelfinale zwischen Serbien und Russland bereits um 10.30 Uhr. Die beiden Partien in der Night Session gehen schon um 17.30 Uhr los.