Nächsten Schritt setzen

Sport / 21.11.2019 • 21:45 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Emilio Romig und seine Kollegen vom Dornbirner EC haben den HC Innsbruck zu Gast. Der Wiener im Dress der Bulldogs war beim 2:1-Erfolg im ersten Aufeinandertreffen für den Siegtreffer verantwortlich. gepa
Emilio Romig und seine Kollegen vom Dornbirner EC haben den HC Innsbruck zu Gast. Der Wiener im Dress der Bulldogs war beim 2:1-Erfolg im ersten Aufeinandertreffen für den Siegtreffer verantwortlich. gepa

Der Dornbirner EC plant gegen den HC Innsbruck den ersten Heimsieg.

Dornbirn Westderby Nummer 36 in der Erste Bank Eishockeyliga zwischen dem Dornbirner EC und dem HC Innsbruck. Im direkten Vergleich seit 2012 stehen 19 Erfolge der Bulldogs 16 der Haie gegenüber. Der erste Lokalschlager dieser Saison in Runde eins auf Tiroler Eis ging mit 2:1 in der Verlängerung an die Bulldogs. Seither haben Olivier Magnan und Kollegen aber nur mehr fünf Punkte aufs Konto gebracht, während der Tabellennachbar – mit zwei mehr ausgetragenen Partien – bei 21 hält. Im Powerplay liegen Dornbirn und Innsbruck mit einer Quote von unter zehn Prozent auf den Plätzen zehn und elf. Die Tiroler beschäftigen mit 59 Toren den zweitbesten Angriff hinter Tabellenführer Salzburg, haben aber mit 79 auch die meisten Gegentreffer kassiert.

„Wir können noch mehr“

William Rapuzzi will im Duell gegen die Tiroler auf die letzten Spiele aufbauen. „Wir waren gut in Form, können aber noch mehr.“ Mit dem neuen Trainer Kai Suikkanen „machen wir Fortschritte. Es sind aber noch Dinge da, die es zu verbessern gilt. Wir müssen den nächsten Schritt setzen.“ Die Resultate seien knapp gewesen, man müsse jetzt versuchen, Kapital daraus zu schlagen. Stefan Häußle setzt auf den Teamspirit: „Es heißt wieder, über 60 Minuten die beste Leistung abzurufen. Wir sind von Training zu Training besser geworden, das sollten wir jetzt gegen Innsbruck umsetzen“, ist der erste Heimsieg geplant.

Die Tiroler ließen mit einem 3:2-Sieg beim Meister in Klagenfurt aufhorchen, der ehemalige Dornbirn-Stürmer Joel Broda erzielte das Siegestor. Scott Darling, neuer Mann zwischen den Pfosten, ragte mit 35 Paraden und einer Fangquote von 94,6 Prozent heraus. Der 30-jährige Ex-NHL-Goalie und Stanley-Cup-Sieger, immer noch mit einem Millionen-schweren Salär auf der Lohnliste der Florida Panthers, ersetzte seinen wenig überzeugenden US-Landsmann Connor Motte. Dornbirns Antwort im Tor heißt Juha Järvenpää. Der 30-jährige Finne überzeugte in seinen bisherigen drei Spielen mit einer Fangquote von 92,4 Prozent und erweist sich als starke Alternative für den verletzten Rasmus Rinne.

Die Anmeldung von Keaton Ellerby, neue Geheimwaffe in der Bulldogs-Abwehr, war gestern noch nicht durch. Ob der in 218 NHL-Spielen Erprobte heute dabei ist, entscheidet sich erst am Spieltag.

Die Tiroler müssen auf Verteidiger Florian Pedevilla, dem eine längere Pause droht, und Stürmer Ondrej Sedivy verzichten, Kapitän Tyler Spurgeon steht länger nicht zur Verfügung. „Wir sind nicht unbedingt vom Glück verfolgt“, sagt Trainer Rob Pallin. „Aber wir werden nicht jammern. Die Mannschaft kämpft füreinander und das kann am Ende zum Erfolg führen“, lässt er keine schlechte Stimmung aufkommen. Ein Gang nach Dornbirn ist nie einfach, weiß Pallin. „Diese Halle ist unangenehm. Keiner gastiert gerne dort. Wir müssen aber die Nebengeräusche ausblenden und den Fokus auf uns selbst legen.“

Abwehrarbeit als Schlüssel

Haie-Stürmer Caleb Herbert erwartet einen ganz unangenehmen Gegner. „Dornbirn hat getauscht, neue Gesichter ins Team gebracht. Der Spirit wird nun ganz anders sein und sie wollen natürlich mit einem Sieg wieder den Anschluss herstellen“, so der Amerikaner. Er sieht den Schlüssel für einen möglichen Auswärtserfolg in der eigenen Defensive. Diese muss sattelfest sein. „Wir haben einen starken Schlussmann und vor ihm müssen wir hellwach sein. Wir dürfen keine großen Räume zulassen und müssen hart spielen.“ VN-ko

„Wir sind von Training zu Training besser geworden, das sollten wir jetzt umsetzen.“

Eishockey

Erste Bank Liga 2019/20

Heute spielen

Dornbirner EC – HC Innsbruck 19.15 Uhr

SR M. Nikolic, Stolc, Martin, Tschrepitsch

Vienna Capitals – HC Znojmo 19.15 Uhr

SR Piragic, Tscherrig, Hribar, Zgonc

VSV – EHC BW Linz 19.15 Uhr

SR Ofner, Sewell, Nagy, Soos

Fehervar AV19 – EC RB Salzburg  19.15 Uhr

SR Fichtner, Smetana, Bedynek, Gatol

HCB Südtirol – EC Graz99ers 19.15 Uhr

SR Berneker, K. Nikolic, Pardatscher, Sparer

Am Sonntag spielen

EHC BW Linz – Dornbirner EC  17.30 Uhr

EC RB Salzburg – Vienna Capitals 17.30 Uhr

KAC – HCB Südtirol  17.30 Uhr

EC Graz99ers – VSV 17.30 Uhr

HC Znojmo – Fehervar AV19 17.30 Uhr

Tabelle

 1. EC RB Salzburg 17 9 4 2 2 67:34 37

 2. HCB Südtirol  17 10 1 1 5 59:46 33

 3. EC KAC 18 8 2 2 6 57:41 30

4. EHC Black Wings Linz 17 8 1 4 4 55:47 30

 5. Vienna Capitals 17 8 2 2 5 51:45 30

 6. EC VSV 17 7 2 2 6 56:47  27

 7. Graz 99ers 17 8  1 1 7 46:54 27

 8. HC Znojmo  18  6 2 2 8 57:62 24

 9. Fehervar AV 19 18 5 3 1 9 44:61 22

10. HC Innsbruck 19 4 3 3 9 59:79 21

11. Dornbirner EC 17 1 1 2 13 31:66 7