Im hohen Norden gleich viermal vertreten

Sport / 22.11.2019 • 19:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Christian Hirschbühl fuhr vor einem Jahr beim Weltcupslalom in Levi auf den achten Platz.gepa
Christian Hirschbühl fuhr vor einem Jahr beim Weltcupslalom in Levi auf den achten Platz.gepa

Mit einem Vorarlberger Quartett geht Ski-Weltcup in Levi weiter.

Levi Vier Eisen im Feuer hat der Vorarlberger Skiverband beim Ski-Weltcup am Wochenende in Levi. Katharina Liensberger hält bei den Damen heute (10.15 (13.15 Uhr) die Fahne hoch, Christian Hirschbühl, Johannes Strolz und Mathias Graf am Sonntag bei den Herren.

Nach dem Riesentorlauf-Auftakt in Sölden geht es im Ski-Programm mit den ersten Slaloms weiter. Liensberger fehlte wegen ihres Zwists mit dem Skiverband um das Material bei der Saisoneröffnung. Im Slalom in Levi wird sich zeigen, wie damit die Formkurve der 22-Jährigen verbogen wurde. In der vergangenen Saison wurde die für den SK Rankweil startende Göfnerin in Finnland Achte, 2017 konnte sie sich nicht für Lauf zwei qualifizieren. „Es ist eine schwierige Situation für sie. Sie soll einfach ihre momentane Form beweisen, dann schauen wir, inwieweit das reicht,“ sagt ÖSV-Cheftrainer Christian Mitter zur Situation rund im Liensberger.

Ebenfalls Achter wurde in der vergangenen Saison Christian Hirschbühl im hohen Norden, zuvor hatte es die Plätze 20 (2017) und 27 (2016) gegeben. Der 29-jährige Lauteracher laboriert allerdings noch an den Folgen einer Knochenprellung im Knie. Für Strolz steht in Levi bisher ein 15. Rang aus der vergangenen Saison, 2016 und 2017 sah er das Ziel nicht. Graf kennt Levi bisher nur von zwei Europacuprennen mit den Resultaten 20 und 51.

Sieg führt über Shiffrin

Favoritin auf den Sieg bei den Damen auf der Piste „Levi Black“ ist Mikaela Shiffrin, die in der vergangenen Saison acht von neun Rennen in dieser Disziplin für sich entscheiden konnte. Daneben triumphierte die 24-Jährige Weltcupsiegerin auch im WM-Torlauf in Aare. Bei ihren sechs Starts in Levi stand sie fünfmal auf dem Stockerl. Allerdings spricht eine Statistik doch dafür, dass die US-Dame nicht gewinnen wird: Shiffrin konnte bisher in Lappland nämlich immer nur jedes zweite Rennen für sich entscheiden, zuletzt im vergangenen Jahr. Petra Vlhova ist die erste Jägerin, Wendy Holdener, Anna Swenn-Larsson. Bei Österreich spekulieren neben Liensberger mit Gallhuber, Truppe und Huber drei weitere Katharinas auf Weltcuppunkte.

Comeback von Schwarz

Bei den Herren wird der Nachfolger von Marcel Hirscher, der drei Mal für ein Rentier den Taufpaten gab, gesucht. Der Norweger Henrik Kristoffersen, der im Jahr 2014 siegte und in den letzten beiden Entscheidungen jeweils Rang zwei belegte, könnte das ebenso sein, wie der Franzose Clement Noel oder der Schweizer Daniel Yule. Österreich setzt auf den frischgebackenen, aber etwas angeschlagenen Neopapa Manuel Feller und auf Marco Schwarz, der nach einem Kreuzbandriss ein Comeback gibt, aber auch auf Michael Matt.

Die Piste präsentiert sich dank der angelegten Schneedepots und den Schneefällen in gutem Zustand. Für heute ist gutes Wetter vorhergesagt, morgen könnte es leicht schneien. VN-ko

Ski alpin

Weltcup alpin

Samstag

Damenslalom  10.15 Uhr/13.15 Uhr

ÖSV-Team: Katharina Liensberger, Michaela Dygruber, Katharina Gallhuber, Franziska Gritsch, Katharina Huber, Hannah Köck, Chiara Mair, Katharina Truppe

Sonntag

Herrenslalom  10.15 Uhr/13.15 Uhr

ÖSV-Team: Christian Hirschbühl, Mathias Graf, Johannes Strolz, Marc Digruber, Manuel Feller, Michael Matt, Dominik Raschner, Marco Schwarz