„Noch einmal alles raushauen“

Sport / 22.11.2019 • 22:36 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alexander Ranacher entwickelte sich im Laufe der Saison zu einer Stütze bei der Austria. Heute soll er gegen Lafnitz wieder für Dampf über die Seite sorgen.gepa
Alexander Ranacher entwickelte sich im Laufe der Saison zu einer Stütze bei der Austria. Heute soll er gegen Lafnitz wieder für Dampf über die Seite sorgen.gepa

Austria Lustenau empfängt im letzten Heimspiel des Jahres SV Lafnitz.

Markus Krautberger

Lustenau Einmal noch hat die Mannschaft von Austria Lustenau zuhause die Möglichkeit seinen Fans erfrischenden, aber vor allem erfolgreichen Fußball zu bieten. Zum letzten Heimspiel des Jahres bekommt es die Elf von Austria-Trainer Roman Mählich mit dem Tabellenfünften SV Lafnitz zu tun. Mit einem Heimsieg würde man die Steirer tabellarisch überholen, liegt man nur einen Zähler zurück. Klar, dass man im Lager alles daran setzen wird, mit den Fans im Planet Pure Stadion einen Heimsieg zu zelebrieren. Dass es aber kein Selbstläufer wird, davon geht Coach Mählich aus, „denn die Steirer stehen nicht umsonst in der Tabelle vor uns. Das ist eine insgesamt sehr laufstarke Truppe, die über viel spielerische Qualität verfügt.“ Zudem steht die Mannschaft von Trainer Ferdinand Feldhofer, der gemeinsam mit Mählich einige Matches in der Champions League für Sturm Graz absolvierte, defensiv extrem kompakt. Erst 16 Gegentore kassierten die Steirer im Laufe der Saison. Nur Spitzenreiter Austria Klagenfurt musste mit 15 Gegentoren weniger hinnehmen. Von dieser Statistik kann man in Lustenau nur träumen. 32 Mal mussten die Grün-Weißen in dieser Saison den Ball schon aus dem eigenen Netz holen – kein Team erhielt mehr Gegentreffer.

Mehr Konzentration

Deshalb hat man in der Länderspielbedingten Ligapause viele Einheiten am Trainingsplatz der Defensive gewidmet. „Es liegt ja auf der Hand, dass wir eindeutig zu viele Tore kassieren. Deswegen haben wir in den vergangenen zwei Wochen schon ein Hauptaugenmerk auf die Abwehrarbeit gelegt,“ erklärt Mählich. Dazu stellt der Wiener auch klar, „dass die Defensive schon ganz vorne beginnt. Ich will, dass die Jungs noch einmal zuhause alles raushauen, sich gegenseitig helfen. Aber das Wichtigste ist: Noch mehr Aufmerksamkeit und Konzentration in unserer eigenen Hälfte. Und einfach nicht zu sorglos agieren.“ Gleichzeitig weiß Mählich, dass es vor allem um eine ausgeglichene Balance gegen Lafnitz ankommen wird. Denn der 48-Jährige will bei aller Bedeutung der Defensive seine unumstrittenen starke Offensive keineswegs beschneiden. „Ich werde jetzt sicher nicht aus Ronivaldo oder Thomas Mayer Defensivmaschinen machen, weil sie ihre Arbeit vorne sehr gut machen. Aber ich kann verlangen, dass sie etwas mehr nach hinten arbeiten,“ so der Trainer vor dem Ligadoppel gegen Lafnitz. Verzichten muss die Austria auf die Dienste von Pius Grabherr, Patrick Eler und Christian Schilling (alle verletzt). Der Rest ist bereit für das letzte Heimspiel 2019.

„Noch mehr Konzentration in unserer Hälfte. Und einfach nicht so sorglos agieren.“

Alexander Ranacher entwickelte sich im Laufe der Saison zu einer Stütze bei der Austria. Heute soll er gegen Lafnitz wieder für Dampf über die Seite sorgen.gepa
Alexander Ranacher entwickelte sich im Laufe der Saison zu einer Stütze bei der Austria. Heute soll er gegen Lafnitz wieder für Dampf über die Seite sorgen.gepa

Teamnews

SC AUSTRIA LUSTENAU

AUFSTELLUNG (4-2-3-1) Schierl; Ranacher, Feyrer, Reithmeier, Pirkl; Krainz, Freitag; Mayer, Canadi, Morys; Ronivaldo

Ersatz Zivanovic; Brown, Grujcic, Ofori, Tiefenbach, Lageder, Stumberger

Es fehlen Eler, Schilling (beide rekonvaleszent), Kunz (Bauchmuskel), Grabher (Seitenbandeinriss)

STATISTIK 2 Liga-Duelle gegen Lafnitz – 1 Sieg, 1 Niederlage, Torverhältnis: 4:5. Heim: 0-0-1 – 1:3. Auswärts: 1-0-0 – 3:2