Auf Triumph im Team folgt die Lotterie im Einzelbewerb

Sport / 24.11.2019 • 17:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Durfte ganz oben auf dem Stockerl Platz nehmen: Das österreiche Team beim Teambewerb in Wisla mit Stefan Kraft, Daniel Huber, Jan Hörl und Philipp Aschenwald (v.l.n.r.).GEPA
Durfte ganz oben auf dem Stockerl Platz nehmen: Das österreiche Team beim Teambewerb in Wisla mit Stefan Kraft, Daniel Huber, Jan Hörl und Philipp Aschenwald (v.l.n.r.).GEPA

Wisla Einen Rückschlag, der mit der Leistung kaum etwas zu tun hat, haben Österreichs Skispringer am Sonntag im ersten Einzelbewerb der neuen Weltcup-Saison hinnehmen müssen. Nach dem überlegenen Mannschaftssieg am Samstag ließ der Wind im Einzel die Konkurrenz zur Lotterie werden. Der Sieg ging an den Norweger Daniel Andre Tande vor Anze Lanisek und Kamil Stoch.

Die Österreicher wurden wie auch einige andere Athleten großteils vom Wind verblasen, Jan Hörl war als Zwölfter bester ÖSV-Mann. Schon der erste Durchgang war bei widrigen Bedingungen über die Schanze gegangen und dauerte allein rund 70 Minuten. Die weiteren Österreicher landeten mit Philipp Aschenwald (18.), Daniel Huber (19.), Stefan Kraft (21.) und Gregor Schlierenzauer (30.) nicht im Spitzenfeld.

Der zweifache Ex-Einzel-Weltmeister Kraft brachte es nach dem Bewerb sauer auf den Punkt: „Das war, wie wenn im Fußball elf gegen fünf spielen“, ärgerte sich der Salzburger. Man hätte auch im zweiten Durchgang weit länger zuwarten müssen und nicht die Springer bei Rückenwind runterlassen sollen. Der sehr lange erste Durchgang hatte die Organisatoren aber wohl auch zeitlich unter Druck gesetzt. „Ein gescheiter Durchgang wäre zehn Mal besser gewesen“, fügte Kraft hinzu.

Daniel Huber war nach dem Hoch, als das ÖSV-Team im Mannschaftsbewerb auf Platz eins sprang, auch enttäuscht: „Schade, dass es bei der ersten Station im Einzel schon so durchwachsen war“, so Huber. Es war in Wisla der erste von 30 Einzel-Bewerben bzw. auch der erste von sechs Team-Konkurrenzen.

SKISPRINGEN

Erstes Weltcup-Skispringen 2019/20 in Wisla.

Herren-Einzelbewerb:

 1. Daniel-Andre Tande (NOR) 241,4 (127,0/129,0)

 2. Anze Lanisek (SLO)  225,6 (126,0/126,0)

 3. Kamil Stoch (POL) 224,2 (118,0/126,5)

 4. Ryoyu Kobayashi (JPN) 224,0 (124,5/120,5)

 5. Daiki Ito (JPN)  223,2 (130,5/123,5)

 6. Timi Zajc (SLO)  222,3 (119,0/134,5)

 7. Dawid Kubacki (POL)  221,4 (125,0/127,5)

 7. Karl Geiger (GER) 221,4 (127,0/118,0)

12. Jan Hörl 215,3 (126,0/123,0)

18. Philipp Aschenwald  207,2 (125,5/116,0)

19. Daniel Huber  201,6 (112,0/126,0)

21. Stefan Kraft  195,4 (109,0/120,0)

30. Gregor Schlierenzauer  159,1 (111,0/106,5)

Herren-Teambewerb:

1. Österreich 1.018,2 Punkte

 Philipp Aschenwald  121/133 Meter

 Daniel Huber  125/134

 Jan Hörl  130/114

 Stefan Kraft  127,5/125

2. Norwegen 995,7 Punkte

 Daniel Andre Tande  123/128,5

 Thomas Aasen Markeng  120/118,5

 Marius Lindvik  121/128

 Robert Johansson  129/130,5

3. Polen 990,0 Punkte

 Piotr Zyla  131/117

 Jakub Wolny  123,5/119

 Kamil Stoch  125,5/118

 Dawid Kubacki  126,5/120,5