Dornbirner Serie reißt bei der SV Ried

Sport / 24.11.2019 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ried-Goalie Johannes Kreidl stoppt nicht nur FCD-Akteur Florian Prirsch, sondern auch die Serie der Rothosen in der 2. Liga. Gepa
Ried-Goalie Johannes Kreidl stoppt nicht nur FCD-Akteur Florian Prirsch, sondern auch die Serie der Rothosen in der 2. Liga. Gepa

Nach acht ungeschlagenen Spielen in 2. Liga verlieren die Rothosen Oberösterreich mit 0:4.

Ried Alles hat eine Ende – nun auch die Serie von acht ungeschlagenen Spielen in Folge des FC Dornbirn. Beim großen Titelanwärter SV Ried setzte es eine bittere 0:4 (0:2)-Niederlage. Dennoch konnten die Schützlinge von FCD-Trainer Markus Mader die Josko-Arena von Ried hoch erhobenen Hauptes verlassen, weil man es den Oberösterreichern über lange Strecken des Spieles sehr schwer machte. In puncto Einstellung, Einsatz und Willen konnte man Franco Joppi und Co. nichts vorwerfen.

Viele Torchancen ausgelassen

„Die Vorstellung meiner Truppe war mehr als in Ordnung. Die Niederlage fiel in meinen Augen zu hoch aus“, streute Dornbirns Trainer seiner Elf Rosen und haderte dazu auch noch: „Wir haben uns leider nicht selbst belohnt. Aus einer Vielzahl an sehr guten Torchancen wurde bedauerlicherweise kein Kapital geschlagen, sonst wäre das eine ganz enge Partie geworden.“ Christoph Domig (16.), Egzon Shabani (17./46./59.), Franco Joppi (51.), Lukas Fridrikas (57./62.), Florian Prirsch (84.) und Madiu Bari (86.) vergaben hochkarätige Einschussmöglichkeiten. Dazu kratzte Ried-Verteidiger Manuel Kerhe einen scharfen Kopfball von Anes Omerovic (88.) in extremis von der Torlinie, Keeper Johannes Kreidl war bereits geschlagen.

„Die Vorstellung meiner Mannschaft war mehr als in Ordnung. Die Niederlage fiel zu hoch aus.“

Markus Mader, Trainer FC Dornbirn
Das Match der Dornbirner in Ried zeigte auch akrobatische Einlagen, so wie den Fallrückzieher von Rieds Constantin Reiner. Gepa
Das Match der Dornbirner in Ried zeigte auch akrobatische Einlagen, so wie den Fallrückzieher von Rieds Constantin Reiner. Gepa

Entscheidungen gegen Dornbirn

Weiters bitter für die Rothosen: Beim Führungstor des Spaniers Jefte Betancor stand die Ried-Solospitze im Abseits (20.). Vor dem Elferfoul von FCD-Verteidiger Andreas Malin an Marco Grüll sprang dem Ried-Kicker der Ball an die Hand, der Strafstoß hätte nicht gegeben werden dürfen (37.). Und der Schlusspunkt in der Nachspielzeit war ein Elfergeschenk, als der Schiri den Faller von Marco Grüll als Foul ahndete (93.).
Für die Messestädter bedeute das 0:4 die höchste Niederlage im Laufe der Saison. Unüblich, denn die Abwehr rund um Goalie Lucas Bundschuh, Andreas Malin und Marc Kühne entwickelte sich in der ersten Hälfte der Saison zu einem Bollwerk, erhielt vor dem Match in Ried erst 17 Gegentore. Lange braucht die Mader-Elf nicht zu warten, bis sie die Chance auf Revanche bekommt.
Bereits am nächsten Samstag (14.30 Uhr) kommt es erneut zum Duell gegen den Tabellenzweiten, dann aber auf der Dornbirner Birkenwiese. Vielleicht nutzt man die Gelegenheit, um die Serie von Ried zu brechen, die schon fast unheimlich ist. Die Mannschaft von Coach Gernot Baumgartner hat nun acht Mal in Folge siegen können. Das gelang im Profibereich im Innviertel noch keiner Truppe. VN-TK

Fussball, 2. Liga

15. Spieltag

SV Ried – FC Mohren Dornbirn 4:0 (2:0)

Josko-Arena, 2850 Zuschauer, SR Ciochirca (S)

Torfolge: 20. 1:0 Jefte Betancor Sanchez, 37. 2:0 Julian Wießmeier (Foulelfmeter), 66. 3:0 Marcel Ziegl, 90./+3 4:0 Marco Grüll (Foulelfmeter)

Gelbe Karten: 10. Kühne (FCD/Foulspiel), 32. Grüll (Ried/Unsportlichkeit), 36. Elvir Hadzic (FCD/SR-Kritik), 53. Arcquah (Ried/Foulspiel), 64. Joppi (FCD/SR-Kritik), 90./+4 Bari (FCD/SR-Kritik)

SV Ried (4-2-3-1): Kreidl; Kerhe, Reifeltshammer, Reiner, Vojkovic (71. Takougnadi); Ziegl, Arcquah (68. Ammerer); Wießmeier, Nutz, Grüll; Betancor (77. Grubeck)

FC Mohren Dornbirn (4-2-3-1): Bundschuh; Allgäuer, Malin, Kühne, Prirsch; Domig (83. Bari), Anes Omerovic; Shabani (77. Huber), Joppi, Hadzic (57. Aaron Kircher); Fridrikas