„Im Nachhinein enttäuscht“

Sport / 24.11.2019 • 19:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Vorjahr Achter, diesmal Siebter: Christian Hirschbühl war beim ersten Saisonslalom in Levi bester Österreicher.gepa
Im Vorjahr Achter, diesmal Siebter: Christian Hirschbühl war beim ersten Saisonslalom in Levi bester Österreicher.gepa

Hirschbühl war mit Rang sieben in Levi nicht restlos zufrieden, Sieg an Kristoffersen.

Levi Henrik Kristoffersen hat sich nach der Enttäuschung von Sölden im ersten Weltcup-Slalom der Saison in Levi zurückgemeldet. Der 25-jährige Norweger fing im Flutlichtrennen in Finnland Frankreichs Jungstar Clement Noel noch um 0,09 Sekunden ab. Die ÖSV-Fahrer hatten auch im zweiten Rennen nach dem Karriereende von Topstar Marcel Hirscher mit den Podestplätzen nichts zu tun.

Christian Hirschbühl fiel als Bester von Halbzeit-Rang fünf auf sieben zurück (0,74 Sek.). Michael Matt (11.), Manuel Feller (15.), Marc Digruber (20.) und Marco Schwarz bei seinem Comeback nach seinem im Februar erlittenen Kreuzbandriss (25.) verpassten die Top Ten.

Verkrampfung ist da

Feller, der als einziger der rot-weiß-roten Topkandidaten bereits sein Saisondebüt hinter sich hatte, sprach im Anschluss von einer neuen Situation: „Wir drei, vier sind jetzt das Team, an dem die Erwartungen hängen. Da ist halt teilweise Verkrampfung da. Aber das soll keine Entschuldigung sein. Wir können nur hart weiterarbeiten.“

Während Noel im ersten Durchgang im Schneetreiben den Durchblick behielt und von einem „perfekten Gefühl“ auf seinen Skiern sprach, kämpften die ÖSV-Asse mit den Neuschnee-Bedingungen. Feller und Matt beklagten ärgere Abstimmungsprobleme, Schwarz patzte und nur Hirschbühl hielt den Rückstand mit 0,78 Sek. in Grenzen.

Der Lauteracher, der im Vorbereitungsfinish von einer Knochenprellung im Knie ausgebremst worden war, brachte sein Potenzial vor allem im ersten Lauf auf die Piste. „Vor dem Rennen hätte ich Rang sieben genommen. Im Nachhinein jetzt bin ich schon enttäuscht. Ich wollte Grün sehen, vorne mitfahren mit den Burschen, das habe ich nicht erreicht.“ Dass ihm just die geradlinig gesetzte Kurssetzung eines österreichischen Trainers in der Entscheidung nicht entgegenkam, bedauerte Hirschbühl. „Das soll keine Ausrede sein. Andere haben es besser gemacht.“

Dazu gehörte der Schweizer Daniel Yule, der Dritter wurde, nicht aber der Halbzeit-Zweite Dave Ryding (schied aus) oder auch Feller. Der Tiroler musste im ersten Rennen als Papa letztlich ebenso wie Matt „keine gute Leistung“ einräumen. Johannes Strolz fiel als 20. des ersten Laufs aus, Mathias Graf konnte sich als 52. nicht für Lauf zwei qualifizieren.

„Ich wollte Grün sehen, vorne mitfahren mit den Burschen, das habe ich nicht erreicht.“

Ski-weltcup

Herrenslalom Levi

1. Henrik Kristoffersen (NOR)   1:48,55 55,23 53,32

2. Clement Noel (FRA)   1:48,64 +00,09 54,55 54,09

3. Daniel Yule (SUI)  1:48,73 +00,18 55,49 53,24

4. Ramon Zenhäusern (SUI)   1:48,82 +00,27 55,21 53,61

5. Andre Myhrer (SWE)   1:48,89 +00,34 55,55 53,34

6. Kristoffer Jakobsen (SWE)  1:49,08 +00,53 56,38 52,70

7. Christian Hirschbühl (AUT)  1:49,29 +00,74 55,33 53,96

8. Linus Straßer (GER)  1:49,44 +00,89 56,60 52,84

9. Sebastian Foss-Solevaag (NOR)   1:49,47 +00,92 56,09 53,38

10. Manfred Mölgg (ITA)  1:49,53 +00,98 55,46 54,07

11. Michael Matt (AUT)  1:49,55 +01,00 55,91 53,64

12. Alex Vinatzer (ITA)   1:49,66 +01,11 56,08 53,58

13. Sandro Simonet (SUI)  1:49,67 +01,12 56,14 53,53

14. Istok Rodes (CRO)   1:49,72 +01,17 55,99 53,73

15. Manuel Feller (AUT)   1:49,76 +01,21 56,27 53,49

16. Filip Zubcic (CRO)  1:49,78 +01,23 56,80 52,98

17. Loic Meillard (SUI)   1:49,89 +01,34 56,80 53,09

Luca Aerni (SUI)  1:49,89 +01,34 56,70 53,19

19. Elias Kolega (CRO)  1:49,90 +01,35 55,88 54,02

20. Marc Digruber (AUT)   1:50,01 +01,46 56,14 53,87

25. Marco Schwarz (AUT)   1:50,37 +01,82 56,28 54,09

Ausgeschieden im 1. Durchgang u.a.: Jonathan Nordbotten (NOR), Erik Read (CAN), Julien Lizeroux (FRA), Stefano Gross (ITA)

Ausgeschieden im 2. Durchgang: Johannes Strolz (AUT), David Ryding (GBR)