Liensberger sieht Potenzial

Sport / 24.11.2019 • 19:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Katharina Liensberger: „Nach dem Drum­herum bin ich mit Rang sieben happy.“ gepa
Katharina Liensberger: „Nach dem Drum­herum bin ich mit Rang sieben happy.“ gepa

Sieg im Levi-Torlauf an Shiffrin, Truppe auf Platz drei.

Levi Gleich im ersten Slalom der Saison und für sie selbst unerwartet ist Katharina Truppe erstmals im Ski-Weltcup auf das Podest gefahren. Mit Rang drei hinter US-Star Mikaela Shiffrin und Wendy Holdener (Sui) festigte die 23-jährige Kärntnerin ihre Führungsrolle im derzeitigen ÖSV-Aufgebot. Katharina Liensberger verbesserte sich im Vergleich zum vergangenen Jahr um einen Rang, wurde Siebte.

Als Truppe, da war die Halbzeit-Leaderin Petra Vlhova noch auf den Beinen und im Rennen, Rang vier drohte, schaute sie gar nicht mehr hin. Doch dann schied Vlhova aus. „Und auf einmal ging es schnell“, gab Truppe später zu Protokoll. Für den ungläubigen Blick auf die Großbildleinwand im Zielgelände blieb zuvor nicht viel Zeit, Teamkollegin Katharina Huber sprang bereits für Gratulationen heran.

„Für Levi, wo es wirklich noch nie gut gelaufen ist, wäre auch ein vierter Platz ein Highlight gewesen“, sagte Truppe, die bei ihren drei Anläufen zuvor nie besser als 15. gewesen war. „Ich habe mit den Wellen im oberen Teil so meine Probleme. Heute hatte ich auch ein bisschen Glück, es ist ein perfekter Tag.“

Positive Signale

Das ÖSV-Team sendete insgesamt positive Signale aus dem Ort, wo es für Siege traditionell Taufpatenschaften für Baby-Rentiere abgibt. Liensberger wurde beim ersten Antreten nach ihren Material-Querelen Siebente und zweitbeste Österreicherin. Unmittelbar dahinter legte Huber als Achte, und Beste mit einer Startnummer über 15, ebenso eine weitere Talentprobe ab wie Franziska Gritsch. Die Tirolerin war mit Nummer 52 an den Start gegangen und landete noch vor Katharina Gallhuber auf Platz 14.

Während Huber „super zufrieden“ sein konnte, eint Liensberger und Gallhuber, die Olympia-Bronze-Medaillengewinnerin von 2018, eine mittlerweile gestiegene Erwartungshaltung. „Wenn man sich den Rückstand (3,24 Sek.) anschaut, ist da noch sehr viel Potenzial“, bemerkte Liensberger, die insgesamt aber zufrieden war. Denn Shiffrin und Vlhova hatten einmal mehr ein anderes Tempo vorgegeben.

Ski-weltcup

Damenslalom Levi

1. Mikaela Shiffrin (USA)   1:57,57 58,78 58,79

2. Wendy Holdener (SUI)  1:59,35 +01,78 60,20 59,15

3. Katharina Truppe (AUT)  1:59,51 +01,94 59,64 59,87

4. Anna Swenn-Larsson (SWE)   1:59,98 +02,41 59,96 60,02

5. Nina Haver-Löseth (NOR)  2:00,08 +02,51 60,11 59,97

6. Michelle Gisin (SUI)  2:00,74 +03,17 60,66 60,08

7. Katharina Liensberger (AUT)  2:00,81 +03,24 60,34 60,47

8. Katharina Huber (AUT)   2:00,97 +03,40 60,30 60,67

9. Martina Dubovska (CZE)  2:01,24 +03,67 60,76 60,48

10. Lena Dürr (GER)  2:01,30 +03,73 61,16 60,14

11. Emelie Wikström (SWE)   2:01,32 +03,75 61,22 60,10

12. Mina Fürst Holtmann (NOR)   2:01,67 +04,10 61,32 60,35

13. Sara Hector (SWE)  2:01,82 +04,25 61,34 60,48

14. Franziska Gritsch (AUT)  2:01,93 +04,36 61,52 60,41

15. Katharina Gallhuber (AUT)  2:02,03 +04,46 61,85 60,18

Ausgeschieden im 1. Durchgang u.a.: Hannah Köck (AUT), Kristin Lysdahl (NOR) Ausgeschieden im 2. Durchgang: Petra Vlhova (SVK), Asa Ando (JPN) Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert u.a.: Chiara Mair, Michaela Dygruber (beide AUT)