Weltcup sorgt in Zürs für Euphorie

Sport / 24.11.2019 • 20:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

FIS gab den Zuschlag für die beiden Parallelrennen in der Flexen-Arena im November 2020.

Zürs Am Tag danach wurden schon Nägel mit Köpfen gemacht. Auf den Zuschlag für die Weltcup-Veranstaltung in der Flexen-Arena von Zürs mit zwei Parallelbewerben durch das Council des Internationalen Skiverbandes (FIS) auf der Bodenseeinsel Mainau am Samstag folgte gestern die Konstituierung des Organisationskomitees. „Wir sind alle sehr euphorisch“, erzählt Verbandsehrenpräsident Patrick Ortlieb und einer der Proponenten des Weltcupevents. „Wir wollen eine super, supergeile Veranstaltung organisieren, die im Weltcupkalender auf Jahre hinaus einen fixen Platz bekommt. Dem OK in Zürs wird SC-Arlberg-Vizepräsident Stefan Jochum vorstehen, weiters eingebunden ist u. a. Philipp Zangerl, der Obmann des Skivereins in Zürs.

Gut vorbereitet

Die Zürser setzten sich bei der Council-Sitzung gegen die Mitbewerber Livigno (Ita), Oslo (Nor) und Levi (Fin) durch. Gefahren werden am 14. und 15. November ein Parallelriesenslalom für Damen und Herren und ein Parallel-teambewerb.

Im Vorfeld besuchte FIS-Renndirektor Markus Waldner den neuen Weltcupschauplatz, ein französischer Kurssetzer des internationalen Skiverbandes wurde von Ortlieb mit dem Gelände vertraut gemacht. „Das Reglement für den Parallel-Riesentorlauf wurde adaptiert“, erzählt Ortlieb. „Damit Fahrer aus den Speeddisziplinen auch eine Chance haben, wird die Kurssetzung schneller angelegt. Für die reinen Slalomfahrer soll es aber nicht zu schnell sein. So wie in Alta Badia.“ Im italienischen Skiort werden seit 2015 Parallelrennen gefahren.

In Zürs und Lech gibt man sich für das Projekt gut vorbereitet. Letzte Woche wurden in Innsbruck beim Österreichischen Skiverband, dem Veranstalter, die Kooperationsverträge durchgeackert, diese Woche kommen sie zur Unterschrift. Ortlieb: „Die Finanzen liegen bei der ÖSV-Veranstaltungs-GmbH um Rupert Steger.“

Viel Arbeit wartet

Daneben hat sich das Organisationskomitee bereits im Vorfeld der Bewerbung mit den Grundeigentümern geeinigt, das Projekt auch ersten Detailplanungen unterzogen. So wird derzeit das Schneedepot für das Rennen im nächsten Jahr angelegt. Ortlieb: „Die Zürs AG ist sehr kooperativ.“ Eine zweite Beschneiungslinie ist ebenso in Vorbereitung wie eine Flutlichtanlage. „Es gibt aber noch richtig viel Arbeit zu tun“, sehen sich Ortlieb und seine Mitstreiter in den nächsten Monaten gefordert.

Vorarlbergs Skipräsident Walter Hlebayna wurde von ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel über den Zuschlag informiert. „Das Ergebnis ist supergut“, freut sich Hlebayna. „Laut seiner Aussage war es gar nicht so schwer, das Rennen zu bekommen. Im Endeffekt hat man darauf vertraut, wie Österreich Ski-Events veranstaltet. Es gefällt dem Internationalen Skiverband schon, wie wir hier unsere Rennen organisieren.“ Hlebayna will Zürs als ein „Vorarlberger Weltcuprennen“ sehen. „Wir als Verband versuchen zu unterstützen und zu promoten. Wenn möglich sollten wir von allen Vorarlberger Skivereinen Funktionäre dabei haben, damit sie das Rennen so nahe wie möglich und so live wie möglich miterleben können.“

Das letzte Weltcuprennen auf der Vorarlberger Seite des Arlbergs fand am 21. Dezember 1994 statt. Italiens Superstar Alberto Tomba gewann damals, wie übrigens auch am Vortag, einen Slalom.

„Wir wollen eine Veranstaltung organisieren, die auf Jahre hinaus im Kalender einen fixen Platz bekommt.“

In der Flexenarena in Zürs werden im November 2020 an zwei Tagen Ski-Weltcup-Parallelbewerbe durchgeführt.Kofler
In der Flexenarena in Zürs werden im November 2020 an zwei Tagen Ski-Weltcup-Parallelbewerbe durchgeführt.Kofler