Es geht um den ersten Titel

Sport / 26.11.2019 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Favoritenkreis für den Staatsmeistertitel: Alessandro Hämmerle, Luca Hämmerle und Julian Lüftner.ÖSV/Wieser
Im Favoritenkreis für den Staatsmeistertitel: Alessandro Hämmerle, Luca Hämmerle und Julian Lüftner.ÖSV/Wieser

Die Snowboardcrosser steigen in die neue Saison ein.

Pitztal Bei zwei stark besetzten Europacup-Rennen auf dem Pitztaler Gletscher absolvieren die Snowboardcrosser heute und morgen ihre Generalprobe für den Weltcup-Auftakt Mitte Dezember im Montafon. Im ersten Bewerb werden zudem die österreichischen Meister gekürt.

Bei den Herren peilt der amtierende SBX-Weltcupsieger Alessandro Hämmerle seinen ersten nationalen Titelgewinn an. „Die Rennen hier im Pitztal sind ein wichtiger Gradmesser, um zu wissen, wo man im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz steht“, sagt Hämmerle. „Wir haben in der Vorbereitung sehr gut gearbeitet und uns gegenseitig ordentlich gepusht. Jetzt freue ich mich darauf, endlich wieder in den Renn-Modus umzuschalten.“ Hämmerle wird im Pitztal nicht nur von seinen Teamkollegen, sondern auch vom starken US-Team mit Weltmeister Mick Dierdorff, Hagen Kearney und Nick Baumgartner, den Deutschen Paul Berg und Martin Nörl sowie dem Spanier Lucas Eguibar herausgefordert. 

Starke Konkurrenz 

Zu den härtesten Konkurrenten des 26-jährigen Vorarlbergers im Kampf um den ÖM-Titel zählen dessen Bruder Luca Hämmerle, der im Vorjahr die Staatsmeisterschaft für sich entschieden hat, sowie der Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner, der Wiener Lukas Pachner, der Niederösterreicher Jakob Dusek und der Burgenländer Sebastian Jud. Pachner schlägt sich noch mit den Folgen eines heftigen Trainingssturzes Ende Oktober in Saas-Fee (SUI) herum, bei dem er eine schwere Gehirnerschütterung erlitten hat. „Der Abflug in der Schweiz war richtig massiv – mein Helm ist dabei in zwei Teile zerbrochen. Meine Nackenmuskulatur bereitet mir noch ein wenig Probleme, daher werde ich mich hier im Pitztal zunächst Schritt für Schritt an die Spitze herantasten, damit ich im Montafon dann wieder voll angreifen kann“, sagte Pachner.

Weltcup im Montafon wackelt

Im Montafon wird um die Durchführung der Ski- und Snowboardcross-Weltcups (11. bis 14. Dezember) gebangt. Am kommenden Samstag führt der Internationale Skiverband die Schneekontrolle durch, aktuell genügt die Schneelage nicht den Anforderungen. OK-Generalsekretär Christian Speckle hofft auf einen Temperatursturz, um mit der Beschneiung beginnen zu können. Am Hochjoch müssen für den Bau der Strecke rund 50.000 Kubikmeter Schnee produziert werden.