Kampfansage bei WM-Generalprobe

Sport / 27.11.2019 • 20:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Benjamin Bildstein (r.) und Vorschoter David Hussl lieferten mit dem Gesamtsieg bei der Ozeanienmeisterschaft eine verheißungsvolle WM-Generalprobe ab.OESV
Benjamin Bildstein (r.) und Vorschoter David Hussl lieferten mit dem Gesamtsieg bei der Ozeanienmeisterschaft eine verheißungsvolle WM-Generalprobe ab.OESV

49er-Segelduo Benjamin Bildstein/David Hussl mit Sieg bei Ozeanienmeisterschaft vor Neuseeland.

Auckland Sechs Tage vor der kommenden Dienstag beginnenden und bis 8. Dezember geplanten Weltmeisterschaft der 49er-Segler vor Auckland haben Benjamin Bildstein und David Hussl eine beeindruckende Kostprobe abgeliefert. Der 27-jährige Wolfurter und sein gleichaltriger Vorschoter aus Terfens (Tirol) holten sich den Gesamtsieg bei der Ozeanienmeisterschaft. Nach je einem ersten und vierten und drei zweiten sowie einem zwölften Rang als Streichresultat in der Qualifikation sicherte sich das OeSV-Paradeduo mit einem ersten, sechsten und zehnten Platz im Medalrace mit 28 Nettopunkten den Gesamtsieg. Drei Punkte dahinter wurden die Spanier Diego Botin/Lago Lopez-Marra Zweiter Rang drei ging an die 2016-Olympiasieger und vierfachen Weltmeister Peter Burling/Blair Tuke aus Neuseeland. Insgesamt waren bei der WM-Generalprobe 84 Boote aus 30 Nationen am Start.

Zeit zum Feiern gibt es allerdings nicht, steht doch der Saisonhöhepunkt unmittelbar bevor. „Das Wichtigste ist die Weltmeisterschaft, auf die wir das ganze Jahr hinarbeiten. Es ist aber trotzdem ein großartiges Gefühl, zu sehen, dass unsere harte Arbeit Früchte trägt. Das Gefühl passt und das macht gerade große Freude. Wir haben unsere Stärken weiter ausgebaut und gezielt an unseren Entwicklungspotenzialen gearbeitet“, sieht Steuermann Bildstein den Erfolg als erste Bestätigung für die intensive Arbeit in der ersten verletzungsfreien Saison seit Jahren.

Vorteile im mentalen Bereich

Vorteile bringt der Triumph bei der WM-Testregatta, bei der bereits alle namhaften Boote am Start waren, allerding nur im mentalen Bereich. „Die Weltmeisterschaft startet wieder bei null und wir müssen liefern. Es mag vielleicht etwas komisch klingen, aber das oberste Ziel ist ein Olympiastartplatz und nicht eine Medaille. Dafür können auch Plätze zwischen vier und sechs reichen. Durch diesen Erfolg strotzen wir natürlich vor Selbstvertrauen“, so Vorschoter Hussl.

Druck lassen die WM-Dritten 2017 und Silbermedaillengewinner des Weltcupfinales 2019 allerdings nicht aufkommen. „Für uns wird es wichtig sein mit derselben Lockerheit in die WM zu gehen. Wir vertrauen unserem Können und werden an unsere Leistung anknüpfen“, zeigt sich der Tiroler top motiviert.

Startklar und zuversichtlich

Bis zum WM-Auftakt am Dienstag heißt es die Batterien wieder aufzuladen und die notwendige Spannung aufzubauen für die beiden Tokio-Aspiranten: „In den nächsten Tagen werden wir seglerisch nichts mehr dazulernen. Wir sind startbereit und in allen Belangen dort wo wir sein wollen. Es wird eine schwierige Woche werden, doch wir sind zuversichtlich Nationenticket für Tokio zu ergattern“, erklärt Bildstein nicht nur wegen der perfekten Generalprobe optimistisch. VN-JD