Kein Platz für Emotionen

Sport / 28.11.2019 • 22:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Olle Liss tanzte nur 17 Spiele lang für die Bulldogs. Mit jeweils zwei Toren und Vorlagen konnte er die Erwartungen nicht erfüllen. gepa
Olle Liss tanzte nur 17 Spiele lang für die Bulldogs. Mit jeweils zwei Toren und Vorlagen konnte er die Erwartungen nicht erfüllen. gepa

Kai Suikkanen trifft mit dem EC Dornbirn auf seinen Exklub HCB Südtirol.

Dornbirn Verteidiger Keaton Ellerby ist neu in der Aufstellung, Stürmer Evan Trupp kehrt nach einer Verletzung zurück. Der Dornbirner EC präsentiert sich heute (19.15 Uhr) im Heimspiel gegen den HCB Südtirol runderneuert. Die Koffer packen mussten Olov Liss und Antti Kauppila. Der Vertrag von Angreifer Tomi Körkkö wurde bis Saisonende verlängert.

Drei Punkte und ein nettes Gespräch

Neben der Premiere von Ellerby steht heute das Wiedersehen des neuen Bulldogs-Trainer Kai Suikkanen mit seiner ehemaligen Mannschaft, die er 2018 überraschend vom letzten Platz zum Meistertitel geführt hatte, im Fokus. Der finnischen Coach sieht aber nichts Besonderes in der Begegnung: „Da gibt es keinen Platz für Emotionen. Ich habe mit vielen Klubs gearbeitet, das ist Geschichte. Ich schaue nie zurück. Bozen ist eine starke Mannschaft, war zuletzt sehr gut in Form. Es ist ein Spiel und wir wollen es gewinnen.“

Bei den Südtirolern zeigt man Respekt vor Suikkanen: „Ich habe großartige Erinnerungen an ihn, seine Teams haben immer eine sehr gute Struktur“, weiß Stürmer Angelo Miceli. „Dornbirn ist deutlich verbessert, seit er dort ist.“ Anton Bernard sieht Bozen gut vorbereitet: „Wir können es kaum erwarten gegen Dornbirn zu spielen. Wir wollen die drei Punkte und nach dem Spiel ein nettes Gespräch mit Suikkanen.“ Mit zehn Siegen in den vergangenen zwölf Spielen haben sich die Südtiroler auf den zweiten Platz gemausert.

Bei Dornbirn kann Evan Trupp sein Comeback kaum erwarten. Zehn Spiele musste er wegen einer Handverletzung zuschauen: „Ich bin bereit, freue mich auf meinen Einsatz. Die Mannschaft hat in den Spielen nach dem Trainerwechsel gut ausgesehen. Der neue Coach hat einen guten Zugang gefunden. Damit gegen Bozen etwas raus schaut, müssen wir unsere ganze Energie reinlegen.“ Auch Verteidiger Ramon Schnetzer sieht den Aufwärtstrend bei den Bulldogs: „Gegen Innsbruck haben wir gezeigt, dass wir gutes Eishockey spielen können. Wir haben diese Woche gut gearbeitet, ich glaube, wir sind für Bozen bereit.“

Schwächen im Überzahlspiel

Beide Teams mussten sich zuletzt zu null geschlagen geben. Während die Bulldogs in Linz beim 0:6 ohne Chance waren kassierte Bozen beim KAC eine 0:3-Niederlage. Auffallend: Die Kontrahenten rangieren im Powerplay auf den letzten Plätzen. Dornbirn hält bei 10,5 Prozent Erfolgsquote, Bozen bei 9,9 Prozent. Die erste Auseinandersetzung entschied Bozen 5:2 für sich.

„Ich schaue nie zurück. Ich habe mit vielen Klubs gearbeitet, das ist Geschichte. “