Klinsmann verpasst Hertha Berlin eine Frischzellenkur

Sport / 28.11.2019 • 22:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kaum zwei Tage im Amt, krempelt Jürgen Klinsmann die Hertha schon um. reuters
Kaum zwei Tage im Amt, krempelt Jürgen Klinsmann die Hertha schon um. reuters

Berlin Im Eiltempo verpasst der prominente Trainer-Zugang Jürgen Klinsmann Hertha Berlin eine Frischzellenkur. Und schon nach den ersten Kennenlernstunden mit den Profis und allen anderen Protagonisten des Bundesligisten wird deutlich: Der ehemalige Weltmeister und Bundestrainer ist weit mehr als ein Helfer in der Not. „Wenn du A sagst, also Aufsichtsrat, musst du auch B sagen“, erklärte Klinsmann vor seinem zweiten Trainer-Arbeitstag beim deutschen Meister von 1930 und 1931. Heißt: Gemeinsam mit dem neuen Investor Lars Windhorst bringt Klinsmann einen größeren Umgestaltungsplan ins Rollen. Überrascht dürfte niemand sein, wie Klinsmann das Projekt Hertha angeht. Gleich fünf neue Fachkräfte brachte er mit. Schon als Bundestrainer hatte der Schwabe ein System mit vielen Spezialisten und neuen Methoden installiert, das auch Opfer forderte.

Trotz der kurzfristigen Fixierung auf ein schnelles Ende der sportlichen Krise steht die Kombination Klinsmann/Windhorst für mittel- und langfristige Veränderungen und rüttelt an der bisherigen Klub-Hierarchie mit den Chefs Preetz und Werner Gegenbauer. Der Hertha-Präsident hatte vor nicht einmal drei Wochen auf der Mitgliederversammlung zu den möglichen Gefahren der Partnerschaft mit Windhorst noch betont: „Wir behalten das Kommando.“