Wolfsberger Europareise endet in Graz

Sport / 28.11.2019 • 22:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Wolfsberger AC zeigte trotz Ausscheidens aus der Europa League erfrischenden Fußball auf der internationalen Bühne.Reuters
Der Wolfsberger AC zeigte trotz Ausscheidens aus der Europa League erfrischenden Fußball auf der internationalen Bühne.Reuters

Wolfsberger AC nach 0:1-Heimniederlage gegen Mönchengladbach ohne Aufstiegschance.

Graz Der WAC hat die letzte Chance auf ein Weiterkommen in der Europa-League verspielt. Die Wolfsberger verloren in Graz gegen Borussia Mönchengladbach durch ein Tor von Lars Stindl (60.) mit 0:1 und stehen damit in Gruppe J schon vor dem abschließenden Match am 12. Dezember bei AS Roma als Tabellenletzter fest. Die Wolfsberger starteten vor 12.073 Fans – etwa 5.000 davon aus dem Lager des deutschen Bundesliga-Spitzenreiters – ambitioniert und fanden durch Shon Weissman die erste Gelegenheit vor. Der Halbvolley des Israelis in der dritten Minute flog über die Querlatte. In der darauffolgenden Phase schien Mönchengladbach die Kontrolle über die Partie zu erlangen, auch wenn mit Ausnahme eines Fehlschusses von Alassane Plea (10.) keine nennenswerte Offensivaktion gelang. Der WAC kämpfte sich jedoch mit seinem bekannt starken Pressing zurück ins Match und stellte dabei vor allem die „Fohlen“-Innenverteidigung immer wieder vor große Probleme.

Ein Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte leitete auch die beste Chance der Hausherren vor der Pause ein. Nach einer Flanke des starken Romano Schmid misslang der Volley von Anderson Niangbo, der folgende Kopfball des Ivorers wurde von Strobl vor der Linie geklärt (30.). Sieben Minuten später parierte Gladbach-Goalie Yann Sommer einen Schmid-Weitschuss.

Erster Angriff bringt Entscheidung

Der WAC nahm den Schwung auch in die zweite Hälfte mit. Bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff hatten die Deutschen Glück, als der niederländische Referee Serdar Gözübüyük nach einem Zweikampf zwischen Schmid und Strobl keinen Elfmeter pfiff. In der 50. Minute war Sommer bei einem Schmid-Kopfball auf dem Posten, fünf Minuten danach zischte ein Weitschuss von Weissman über die Latte. Das Goldtor gelang allerdings den Mönchengladbachern, und das mit ihrem zu diesem Zeitpunkt ersten wirklich gelungenen Angriff. Oscar Wendt wurde auf der linken Seite freigespielt, seine optimale Hereingabe verwertete Stindl souverän (60.). In der 66. Minute gab es beinahe eine Kopie des Treffers, Plea schoss jedoch daneben. Damit ging eine bemerkenswerte Serie zu Ende. Vor dem Match in Graz hatten österreichische Klubs in den jüngsten sechs Europacup-Duellen mit deutschen Vertretern fünf Siege und ein Unentschieden geholt.

Fussball

Wolfsberger AC – Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0)

Graz, Merkur Arena, 12.047 Zuschauer, SR Gözubüyük (Ned)

Tor: 60. 0:1 Stindl

Gelbe Karten: Gollner (WAC)

Wolfsberger AC (4-3-1-2): Kofler; Novak, Sollbauer, Gollner, Schmitz; Schmid (75. Wernitznig), Leitgeb, Liendl, Ritzmaier; Weissman, Niangbo (85. Schmerböck)

Borussia Mönchengladbach (4-3-3): Sommer; Lainer, Strobl, Bensebaini, Wendt; Hofmann, Zakaria, Stindl (74. Embolo), Benes; Plea (77. Herrmann), Thuram (89. Raffael)

Rosenborg Trondheim – LASK Linz 1:2 (1:1)

Trondheim, Lerkendal-Stadion, 9.000 Zuschauer, SR Kruashvili (Geo)

Torfolge: 20. 0:1 Goiginger, 45. 1:1 Johnsen, 54. 1:2 Frieser

Gelbe Karten: B. Johnsen bzw.

Rosenborg Trondheim (4-3-3): Hansen; Hedenstad, Hovland, Valsvik, Meling; Jensen, Lundemo (77. Torset), Trondsen; Akintola, B. Johnsen (67. Botheim), Adegbenro (67. Asen)

LASK Linz (3-4-3): A. Schlager; Wiesinger, Trauner, Filipovic; Ranftl, Holland, Michorl, Potzmann; Goiginger (87. Renner), Klauss (71. Raguz), Frieser (71. Tetteh)