Kampfansage von Mayer

Sport / 01.12.2019 • 22:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Matthias Mayer erwischte die beste Linie und freut sich im Ziel über seinen ersten Saisonerfolg, es war zugleich sein erster in Lake Louise.ap/gepa
Matthias Mayer erwischte die beste Linie und freut sich im Ziel über seinen ersten Saisonerfolg, es war zugleich sein erster in Lake Louise.ap/gepa

Olympiasieger sorgt im Super G von Lake Louise für ersten ÖSV-Saisonsieg.

Lake Louise In der Abfahrt am Vortag war Mayer als bester Österreicher Fünfter gewesen, am Sonntag drückte er die Ski schier gnadenlos zu seinem sechsten Weltcupsieg in der Karriere runter. Es war der erste seit März 2018 (Abfahrt in Aare) und der dritte im Super-G und da wiederum lachte er erstmals seit Kitzbühel 2017 vom obersten Stockerlplatz. Damit riss in Lake Louise auch eine norwegische Serie, sieben Mal in Folge hatten der mittlerweile zurückgetretene Axel Lund Svindal (4 Siege) und Kjetil Jansrud (3/am Sonntag Achter) die Skivorne gehabt. Die weiteren Österreicher lagen außerhalb der Top Ten, Max Franz, Christian Walder und Hannes Reichelt blieben aber in den Top 20. Der Deutsche Thomas Dreßen, am Samstag bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss Triumphator in der Abfahrt, landete auf Platz zehn.

Der letzte Sieger hieß Maier

Paris ließ sich im Interview nach zwölf Fahrern noch lange nicht gratulieren, auch wenn ihm seine Fahrt „echt gut vorgekommen“ sei. Logisch seien da ein paar Kleinigkeiten gewesen, die noch nicht ganz gepasst haben. Und dann zeigte Mayer an diesem Tag bei perfekten Bedingungen, wie man es besser macht. „Ich habe einen guten Lauf erwischt, speziell ab dem Coaches Corner, es ist sich alles gut ausgegangen. Es war ziemlich am Limit, viel mehr wäre nicht mehr drinnen gewesen“, gestand der 29-Jährige, der 2013, 2014 und 2015 jeweils Zweiter im Super-G auf der „Olympic“ war und auf Platz eins hingearbeitet hatte.

Er habe sich gut vorbereitet und gewusst, dass er in Form sei, erklärte Mayer, der damit nach vier Rennen auch die Führung im Gesamtweltcup übernahm. „Ich wollte es heute zeigen, und es ist gut ausgegangen.“ In der Abfahrt habe er bei ein paar Toren zu viel wollen und die Hundertstel verloren, heute sei es sich ausgegangen. „Ich freue mich einfach“, meinte er. Letzter österreichischer Super-G-Sieger in Lake Louise war Hermann Maier 2008.

Kriechmayr sprach von einer „sehr guten Fahrt“, die aber „nicht gut genug gewesen“ sei. „Ich habe versucht, mehr Gefühl als gestern zu zeigen, da war ich zu grob“, meinte er. Reichelt erklärte, ein gutes Gefühl gehabt zu haben. „Aber das ist schlecht im Super-G, es ist alles zu leicht ausgegangen.“ In Richtung Mayer schickte er Gratulationen: „Mothl ist ein Killer im Rennen.“ Die Herren reisen nun zu den Rennen nach Beaver Creek weiter.

„Ich wollte es heute zeigen und es ist gut ausgegangen. Ich freue mich einfach.“

Thomas Dreßen kann es kaum fassen: Sieg in der Abfahrt.ap
Thomas Dreßen kann es kaum fassen: Sieg in der Abfahrt.ap

Ski-weltcup

Herrenbfahrt in Lake Louise (CAN)

 1. Thomas Dreßen (GER) 1:46,81 Min.

 2. Dominik Paris (ITA) 1:46,83 +0,02

 3. Carlo Janka (SUI) 1:47,07 +0,26

   Beat Feuz (SUI) 1:47,07 +0,26

5. Matthias Mayer (AUT) 1:47,23 +0,42

 6. Mauro Caviezel (SUI) 1:47,28 +0,47

7. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:47,47 +0,66

 8. Kjetil Jansrud (NOR)  1:47,61 +0,80

 9. Adrien Theaux (FRA)  1:47,93 +1,12

10. Travis Ganong (USA) 1:48,12 +1,31

   Steven Nyman (USA)  1:48,12 +1,31

12. A. Aamodt Kilde (NOR)  1:48,17 +1,36

13. Johan Clarey (FRA)  1:48,18 +1,37

14. Josef Ferstl (GER)  1:48,24 +1,43

15. Romed Baumann (AUT) 1:48,27 +1,46

18. Daniel Danklmaier (AUT) 1:48,40 +1,59

23. Otmar Striedinger (AUT) 1:48,65 +1,84

27. Christian Walder (AUT) 1:48,69 +1,88

28. Max Franz (AUT) 1:48,71 +1,90

29. Hannes Reichelt (AUT) 1:48,75 +1,94

49. Johannes Kröll (AUT) 1:49,44 +2,63

Herren-Super G in Lake Louise (CAN)

1. Matthias Mayer (AUT) 1:31,40

 2. Dominik Paris (ITA) 1:31,80 +0,40

3. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:31,89 +0,49

   Mauro Caviezel (SUI) 1:31,89 +0,49

 5. Mattia Casse (ITA) 1:32,00 +0,60

 6. Alek. Aamodt Kilde (NOR) 1:32,16 +0,76

 7. Marco Odermatt (SUI) 1:32,25 +0,85

 8. Kjetil Jansrud (NOR) 1:32,33 +0,93

 9. Adrien Theaux (FRA) 1:32,42 +1,02

10. Thomas Dreßen (GER) 1:32,50 +1,10

11. Max Franz (AUT) 1:32,68 +1,28

12. Travis Ganong (USA) 1:32,77 +1,37

13. Christian Walder (AUT) 1:32,78 +1,38

   Emanuele Buzzi (ITA) 1:32,78 +1,38

15. Beat Feuz (SUI) 1:32,82 +1,42

16. Andreas Sander (GER) 1:32,95 +1,55

19. Hannes Reichelt (AUT) 1:33,01 +1,61

31. Daniel Danklmaier (AUT) 1:33,46 +2,06

38. Christoph Krenn (AUT) 1:33,88 + 2,48

40. Stefan Babinsky (AUT) 1:33,95 +2,55

42. Otmar Striedinger (AUT) 1:34,12 +2,72