Ried als zu hohe Hürde

Sport / 01.12.2019 • 20:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
FCD-Torhüter Lukas Bundschuh hatte einiges zu tun, wie etwa gegen Julian Wiessmeier.GEPA
FCD-Torhüter Lukas Bundschuh hatte einiges zu tun, wie etwa gegen Julian Wiessmeier.GEPA

Im letzten Spiel vor der Winterpause setzt es gegen die Oberösterreicher für Dornbirn eine herbe 0:5-Heimniederlage.

DornbirN Die 0:4-Pleite des FC Dornbirn vor wenigen Tagen bei der SV Ried viel deutlich zu hoch aus, das Rückspiel auf der Birkenwiese war aber eine noch klarere Angelegenheit: Dank eines 5:0-Schützenfestes sichern sich die Innviertler die Winterkrone in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs. Im zweiten direkten Duell innerhalb von sechs Tagen war der neue Tabellenführer für die Aufsteiger eine Nummer zu groß. Der auffälligste Akteur auf dem Platz, der Ex-Altacher Stefan Nutz, machte hierbei den Unterschied. Er verwandelte einen Strafstoß und lieferte zudem drei mustergültige Vorlagen.

Nachdem es zum Halbzeitpfiff noch 0:1 stand – Jefte Betancor Sanchez hatte in Minute 30 getroffen – drehten die Gäste in der zweiten Hälfte auf und erhöhten dank Toren von Thomas Reifeltshammer, Marco Grüll, eben Stefan Nutz und Valentin Grubeck auf den 0:5-Endstand.

Überwintern auf Rang acht

Und wie schaut nun das Fazit nach der Herbstsaison aus? Der Aufsteiger aus Dornbirn überwintert auf dem achten Tabellenrang, zur Zufriedenheit des Trainers: „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft und darüber, wie wir uns präsentiert haben. Es wären sogar mehr Punkte bis zu sechs Zähler möglich gewesen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Es herrscht eine unglaubliche Kollegialität im Team und trotz der Bedingungen auf Amateurbasis gibt es individuelle Qualität auf mehreren Positionen“, so Markus Mader.

Zwei Resultate wurmen die Mannschaft besonders, gegen Klagenfurt (0:0) und gegen Blau-Weiß Linz (2:2) hätte Dornbirn siegen müssen. Unter anderem auch deswegen sind die Rothosen nur vier Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt, Grund zur Panik gibt es aber keine. Mit Rückrunden-Leistungen wie in der ersten Saisonhälfte ist der Klassenerhalt sicher zu schaffen. Gleich zu Beginn des Frühjahrs warten aber harte Brocken auf den FCD: Zuerst muss man zur Lustenauer Austria, bevor Wacker Innsbruck auf die Birkenweise kommt.

Mader rechnet mit Abgängen

Aktuell umfasst der Dornbirner Kader 23 Feldspieler, hinzu kommen noch die beiden Torhüter Lucas Bundschuh und Maximilian Lang. Dennoch wird dieser weiter schrumpfen, wie Markus Mader verkündet: „Einige Spieler und Leistungsträger sind für andere Verein sehr interessant, vielleicht will ein Akteur auch einen sportlichen Schritt zurück machen. Wir sind ein Ausbildungsverein und sicherlich ein Sprungbrett für die Profiklubs, wenn ein Spieler die Chance dazu hätte, werden wir ihn ziehen lassen.“ Viele Scouts und Manager – unter anderem von der Lustenauer Austria, von Heidenheim, Ingolstadt oder Vaduz – haben ein Auge auf die Kaderspieler geworfen, vor allem auf Lukas Fridrikas, der selbst seinen Abschied in den Raum stellt: „Die zweite Liga auf Amateurbasis ist nicht mein Anspruch. Natürlich hätte ich mehr Tore schießen müssen, meine Leistungen waren so gesehen nicht ganz zufriedenstellend. Aber ich will in die Bundesliga oder ins Ausland“, so der 21-Jährige.

„‚Trotz des Ergebnisses, bin ich sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft.“