Silbermond soll bei Weltcup Montafon golden strahlen

Sport / 02.12.2019 • 21:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vorarlbergs Starter beim Weltcup Montafon, v. l.: Frederic Berthold und die Brüder Alessandro und Luca HämmerleVN-Stiplovsek
Vorarlbergs Starter beim Weltcup Montafon, v. l.: Frederic Berthold und die Brüder Alessandro und Luca HämmerleVN-Stiplovsek

Schruns Die Nebelschwaden über dem Hochjoch lassen keinen Blick auf die neue Streckenführung beim Weltcup Montafon zu. Neun Tage vor den Rennen der Snowboard- und Skicrosser zaubert das nasskalte Wetter bei den Verantwortlichen (noch) kein Lächeln ins Gesicht. Klar, die Streckenführung musste aufgrund der Schneelage verändert werden. Freuen dürfen sich die Zuschauer, denn das Zielgelände befindet sich nun oberhalb des Kapellrestaurants. Deshalb hofft nicht nur OK-Chef Peter Marko auf stimmungsvolle Rennen, weil: „Von der Tribüne aus kann die gesamte Strecke eingesehen werden.“ Ja, auch deutlich kürzer wird der Streckenverlauf, wie OK-Generalsekretär Chisi Speckle anlässlich der Präsentation verriet. „Mit 600 Metern liegen wir international immer noch sehr gut. Zudem werden diese anspruchsvoll gestaltet.“ Schon jetzt verspricht er „spannende Momente“ dank einer Startgeraden von 190 Metern und einem Zielhang von über 200 Metern. Auf die vielen Helfer, laut Thomas Amann sind es wieder rund 600 bis 700 in all den Tagen, wartet nun viel Arbeit. „Ohne Ehrenamt wäre ein Weltcup Montafon in diesem Rahmen nicht möglich“, stellt der Obmann des SC Montafon klar. Zusammen mit den Streckenbauern Nick Roma (The Mountain Project), Philipp Tschanhenz und Manfred Thöny wollen zwei Steilkurven eingebaut werden. Ein Kurs, irgendwie maßgeschneidert für den Weltcupsieger aus dem Montafon. „Vollgas geben“, so lautet jedenfalls das Motto von Alessandro Hämmerle. 2013 hatte er erstmals einen Podestplatz im Snowboardcross-Weltcup belegt, 2015 feierte er einen Heimsieg am Hochjoch. Inzwischen nennt er 16 Weltcup-Podestplätze sein Eigen und gilt in der Szene als „der Mann, an dem sich die Konkurrenz orientiert“. Der 26-Jährige verspürt selbst die gestiegene Erwartungshaltung, kann mit dieser aber gut umgehen. Zumal er selbst den Wunsch nach einer Titelverteidigung ausspricht. Der Einstieg in die Saison ist mit einem Europacupsieg und dem ersten österreichischen Meistertitel jedenfalls geglückt. Das kann auch Luca Hämmerle, seines Zeichens Junioren-Weltmeister von 2016, behaupten. Als Vizestaatsmeister macht er nicht nur Druck auf seinen Bruder, sondern will vor allem endlich die Qualifikation beim Heimweltcup überstehen. Nicht nur dafür hat er über den Sommer viel an Material und Technik getüftelt. Nun ist er mit dem selben Board („Es ist doch härter und auch länger“) wie Alessandro unterwegs.

Sein Weltcupdebüt feiert der dritte Montafoner. Für Val Thorens hat Frederic Berthold die ÖSV-interne Quali noch verpasst, doch am Hochjoch will sich der Skicrosser vor den Heimfans beweisen. Und die dürfen sich nicht nur auf spannende Rennen freuen, sondern auch auf ein attraktives Rahmen. So werden u. a. „Silbermond“ das Montafon rocken.

Weltcup Montafon

Programm 2019

11. Dezember

 9.05 Uhr: Training Snowboardcross

10.15 Uhr: Qualifikation Snowboardcross

19.00 Uhr: Heat-Presentation SBX-Weltcup

12. Dezember

10.00 Uhr: Training Skicross

12.00 Uhr: Qualifikation Skicross

13. Dezember

13.00 Uhr: Finale Snowboardcross

19.00 Uhr: Heat-Presentation Skicross

20.30 Uhr: Weltcup Warm-Up-Party

14. Dezember

11.00 Uhr: Finale Skicross

15.00 Uhr: Weltcupmeile Schruns

17.00 Uhr: DJs an der Weltcup-Bar Schruns

18.00 Uhr: Open Air, Lemo und Silbermond – dazwischen die Siegerehrung der Weltcupbewerbe

Auf VN.at gibt es ausführliche Video-Interviews mit den heimischen Weltcupstartern Alessandro Hämmerle, Luca Hämmerle und Frederic Berthold.