Austria sucht neuen Sportchef

Sport / 03.12.2019 • 20:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
18 Monate lang war Christian Werner Sportchef bei der Austria, Ende Dezember geht man getrennte Wege.vn-stiplovsek
18 Monate lang war Christian Werner Sportchef bei der Austria, Ende Dezember geht man getrennte Wege.vn-stiplovsek

Lustenau und Christian Werner trennen sich per Ende Dezember.

Lustenau Weder Tabellenplatz fünf noch die personellen Situationen lassen bei Austria Lustenau einen besinnlichen Advent aufkommen. Mit Christian Werner verabschiedet sich der Sportdirektor mitten in dieser unruhigen Phase.

Der 38-jährige Deutsche, seit 27. Juli 2018 in Lustenau unter Vertrag, deponierte bereits Anfang November, seinen Vertrag nach dem Sommer nicht mehr verlängern zu wollen. Der Klub und Werner einigten sich nun auf eine vorzeitige Vertragsauflösung per Ende Dezember. Als Nachfolger wird Ingo Winter kolportiert, ein Vertrauter von Austria-Investor Ahmet Schaefer.

Neu orientieren

Die Austria wird sich nach eigenen Angaben bis zur im Jänner anstehenden Generalversammlung damit befassen, wie sich der Verein sportlich, organisatorisch und wirtschaftlich weiterentwickeln soll. „Wir werden die Weichen dafür stellen, dass wir im Frühjahr mit frischem Schwung durchstarten können“, verspricht Vorstandsmitglied Bernd Bösch. Im Namen des Vereins bedankt sich Bösch für die kompetente und sehr engagierte Arbeit Werners in einer sehr schwierigen Situation: „Wir haben sicherlich von seinem großen Netzwerk profitiert, respektieren aber selbstverständlich die Entscheidung unseres Sportdirektors. Für die private und berufliche Zukunft wünschen wir ihm alles Gute.“

Werner möchte sich sportlich neu orientieren. „Wo meine nächste Station sein wird, ist noch offen. Es gibt ein, zwei spannende Anfragen. Ich werde jetzt einmal bei größeren Vereinen hospitieren und dann in aller Ruhe sondieren, welche Möglichkeiten sich eröffnen“, sagt er zu seiner beruflichen Zukunft. Ein Dankeschön spricht Werner an „alle Austrianer für die tolle Unterstützung“ aus. „Des Weiteren bedanke ich mich bei unserem Vorstandsteam für die kollegiale und respektvolle Zusammenarbeit. Sehr fehlen wird mir auch die hervorragende Zusammenarbeit mit Roman Mählich. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Lustenau mit ihm einen außergewöhnlich guten Trainer hat, der unseren Zweijahresplan, mit dem angepeilten Aufstieg 2021, erfolgreich zum Abschluss bringen wird.“

Zweite Zäsur

Werner war vor 18 Monaten vom damaligen Präsidenten Hubert Nagel verpflichtet worden. „Ich möchte mich bei Nagel bedanken, der mir diese tolle Aufgabe anvertraut hat und mir somit den Schritt in den Profifußball ermöglich hat.“

Für die Austria ist es die zweite Zäsur in der Abteilung Sport in dieser Saison. Anfang September hatte man sich von Trainer Gernot Plassnegger einvernehmlich getrennt, nachdem es zwischen dem damaligen Coach und Sportchef Werner zu Differenzen im sportlichen Bereich gekommen war.

„Wir werden im Frühjahr mit frischem Schwung durchstarten.“