Eishockey: Am Ende zählt für Dornbirn nur der Sieg

Sport / 03.12.2019 • 23:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit einem Tor und einer  Vorlage gehörte Verteidiger Keaton Ellerby beim 4:3 gegen Graz zu den Dornbirner Aktivposten. VN/Lerch
Mit einem Tor und einer Vorlage gehörte Verteidiger Keaton Ellerby beim 4:3 gegen Graz zu den Dornbirner Aktivposten. VN/Lerch

Schlussdrittel brachte den Bulldogs 4:3-Erfolg über Graz.

Dornbirn 40 Minuten lang war von Dornbirn nichts zu sehen. Torhüter Juha Järvenpää und eine miserable Chancenauswertung der Grazer bedeuteten aber lediglich einen 1:2-Rückstand. Erst im Schlussdrittel boten die Messestädter den Steirern die Stirn und gewannen am Ende mit 4:3. „Das ist so ein wichtiger Erfolg. Natürlich haben wir viele Fehler gemacht, aber viel wichtiger, wir haben nicht aufgegeben“, meinte DEC-Trainer Kai Suikkanen erleichtert.

Schwacher Start

Dabei war Suikkanen bereits nach den ersten 20 Minuten das Lachen vergangen. Sein Team, das im letzten Heimspiel gegen Bozen gut mitspielte, war nicht wiederzuerkennen. Fehlpässe, Probleme beim Spielaufbau und harmlose Offensivszenen prägten das Drittel. Die Grazer, die alles andere als übermächtig wirkten, gingen in Minute sieben in Führung. Bulldogs-Goalie Järvenpää bekam einen Distanzschuss nicht unter Kontrolle und Travis Oleksuk versenkte den Puck. Kurz zuvor hatte Järvenpää Glück. Der Finne wollte hinter dem Tor die Scheibe stoppen, verschätzte sich, der Puck landete prompt beim Gegner, doch die Gäste vertändelten sich. Die ganze Szene spielte sich bei einem Powerplay der Hausherren ab, das ohne Höhepunkte für die Heimischen verlief. Wie auch die weiteren Minuten bis zum Drittelende. Das Torschussverhältnis von 5 zu 16 unterstrich dies.
Keine Aussicht auf Besserung gab es vorerst im zweiten Drittel. Zeitweise schaffte es der Hausherr minutenlang nicht mehr aus dem eigenen Drittel. Als in der 30. Minute Tomi Körkkö mit einem Zuspiel Juhanni Tamminen auf die Reise schickte, zappelte die Scheibe plötzlich im Netz. Der Finne überraschte mit dem ersten Schuss in diesem Abschnitt Graz-Goalie Oliver Dackell. Der Ausgleich hielt aber lediglich zwei Minuten, Sebastian Collberg stellte auf 1:2. Mit dem erneuten Rückstand wurden die Gastgeber etwas besser.

Glückliches Ende

Kevin Macierzynski (36.) und Tamminen (38.) hatten gute Ausgleichsmöglichkeiten. Dieser gelang dann in der 42. Minute. Keaton Ellerby traf im Powerplay erstmals für den DEC. Fünf Minuten später machte der Kanadier mit einem idealen Pass den Weg für Körkkö frei, der mit seinem ersten Saisontreffer auf 3:2 stellte. Erneut war die Freude nur kurz, in der 49. Minute gelang Oleksuk wieder der Gleichstand. Doch Dornbirn gab nicht auf und in der Schlussminute zirkelte Schwinger die Scheibe zum Sieg in die Maschen.

Trupp lange out

Noch keine Diagnose gibt es von Evan Trupp. Der Stürmer verletzte sich im Spiel gegen den KAC am rechten Knie. „Es schaut alles nach einer langen Pause aus“, so DEC-Manager Alexander Kutzer. Eine Rückkehr des abgemeldeten Olle Liss, der gestern im Stadion war, kommt aber nicht in Frage. ABR