Es war noch nicht alles am Punkt

Sport / 03.12.2019 • 22:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach den ersten beiden Wettfahrten bei der 49er-WM nehmen Benjamin Bildstein/David Hussl den 15. Rang ein.OESV
Nach den ersten beiden Wettfahrten bei der 49er-WM nehmen Benjamin Bildstein/David Hussl den 15. Rang ein.OESV

Segelduo Bildstein/Hussl zum Auftakt bei 49er-WM mit Rängen fünf und acht.

Auckland Eine durchziehende Sturmfront sorgte am ersten Tag der Weltmeisterschaft der olympischen 49er-Segler vor Auckland für eine lange Startverschiebung. Mit knapp sechsstündiger Verspätung konnten die insgesamt 85 Boote aus 31 Nationen zwei der drei geplanten Wettfahrten bestreiten. Benjamin Bildstein und David Hussl, die bei dieser WM auch eines der vier möglichen Nationentickets für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio im Visier haben, gelang mit den Rängen fünf und acht ein solider Auftakt. Mit 13 Punkten nehmen der 27-jährige Wolfurter und sein gleichaltriger Vorschoter aus Terfens in Tirol den 15. Zwischenrang ein. „Wir wissen, dass wir besser fahren können. Es war noch nicht alles am Punkt, wir sind im Großen und Ganzen aber gut reingekommen. Am ersten Tag gewinnt man keine Regatta, es wird noch eine lange Woche“, betont Steuermann Bildstein, der sich für alle möglichen Bedingungen bereit zeigt: „Wir haben zwei Monate in diesem Revier trainiert und gerade beim Auftakt ist so ein Wind aufgekommen, den es zuvor nie gab. Das gehört beim Segeln dazu, wir können damit gut umgehen.“

Mit Beginn des ersten Rennens nahm der stark drehende Wind wieder bis zu 20 Knoten zu. „Im Prinzip sind alle Teams von den Bedingungen überrascht worden. Danben war aber auch unser gewähltes Setup nicht ideal, wie sich herausgestellt hat. Wir haben uns von der Startlinie schwergetan und auch unsere Strategie hat nicht ganz funktioniert. Zum Glück konnten wird aber unsere Stärken auf der Vorwind ausspielen und mit gutem Speed haben wir in beiden Wettfahrten einige Plätze aufgeholt. Das stimmt uns sehr positiv“, berichtet Vorschoter Hussl.

Geringe Abstände

Dass nicht nur Österreichs Paradeduo von den Bedingungen überrascht wurden, zeigt der Blick auf die Rangliste. In Front die Deutschen Erik Heil/Thomas Plößel (drei Punkte) vor den Franzosen Kevin Fischer/Jauvin Yann (5) und den Niederländern Bart Lambriex/Pim van Lugt (7.). Die 2016-Olympiasieger und vierfachen Weltmeister Peter Burling/Blair Tuke aus Neuseeland nehmen mit zwölf Punkte Rang elf ein. Am Mittwoch und Donnerstag sind jeweils vier Wettfahrten geplant.

„Am ersten Tag gewinnt man keine Regatta, es wird noch eine lange Woche.“