Stehaufmännchen Mayer trotz Sturz schnell

Sport / 04.12.2019 • 22:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Matthias Mayer machen die Nachwehen eines Sturzes im Riesentorlauftraining zu schaffen.ap
Matthias Mayer machen die Nachwehen eines Sturzes im Riesentorlauftraining zu schaffen.ap

Platz drei im Abfahrtstraining in Beaver Creek.

Beaver Creek Nur 24 Stunden nach seinem schweren Sturz im Riesentorlauf-Training hat Matthias Mayer im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek gleich groß aufgezeigt. Der Kärntner belegte 0,30 Sek. hinter dem Amerikaner Ryan Cochran-Siegle sowie Aleksander Aamodt Kilde (Nor) Platz drei. Mayer war am Dienstag heftig gestürzt und hatte eine Muskelverletzung im Hüftbereich erlitten.

Trotz aller Unsicherheit war der Olympiasieger drei Tage nach seinem Sieg im Super-G von Lake Louise auch beim ersten Abtasten auf einer der schwierigsten Abfahrtsstrecken der Welt gleich wieder bester Österreicher. Vincent Kriechmayr (+0,39) kam nach einem Torfehler auf die fünftschnellste Zeit.

„Es ist wirklich gut gegangen, ich bin selbst überrascht“, sagte Mayer nach seiner Fahrt mit Startnummer 9, bei der alle Zwischenzeiten grün aufgeleuchtet hatten. „Gestern war ich nicht sicher, ob es heute überhaupt gehen wird. Super, wenn das dann so klappt“, freute sich Mayer. „Denn hier runter, das ist keine leichte Strecke. Es gibt viele Sprünge und Wellen, die man gut erwischen muss“, sagte der Kärntner nach seiner Fahrt auf der spektakulären „Raubvogelpiste“.

Ein gutes Gefühl

Mayer unterstrich damit, dass er zu Saisonbeginn in Form ist und ihn offenbar nicht einmal ein heftiger Sturz wirklich außer Tritt bringen kann. „Aber am ersten Tag fährt sicher nicht jeder Vollgas, alle sind eher ein bissel ruhiger unterwegs“, relativierte Mayer seine Platzierung. „Aber“, so gab er immerhin zu, „ein gutes Gefühl ist es schon“.Er müsse sich jedenfalls bei seinen Physios und Betreuern bedanken. „Unglaublich, wie sie gleich an mich drangegangen sind und welche Arbeit sie abgeliefert haben“, so Mayer. „Ich habe gut geschlafen und in der Früh war es deutlich besser.“ Er dürfe jetzt bei dieser Arbeit nicht nachlassen. „Es ist nicht hundertprozentig weg. Ich habe auch eine leichte Knieprellung von einer Torstange, die sich beim Sturz herumgewickelt hat. Das spürt man nach den Landungen bei den weiten Sprüngen natürlich.“

Kriechmayr zeigte sich bei einer etwas überraschenden Bestzeit von Cochran-Siegle über Platz fünf nicht wirklich glücklich. „Ich habe ein Tor ausgelassen, also war es doch nicht so gut“, sagte der Oberösterreicher und erklärte: „Die Strecke ist heuer sehr fordernd. Viele Wellen, die Sprünge gehen sehr weit. Die Zuschauer werden am Fernsehen ihren Spaß haben.“