Darum fährt Lukas Mathies auch diese Saison auf das Siegerpodest

Sport / 05.12.2019 • 20:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Als Fünfter im Gesamtweltcup war Lukas Mathies in der Vorsaison bester ÖSV-Raceboarder. GEPA

Mit altem Schwung in dieneue Saison. Gleich zum Saisonstart warten auf Raceboarder Lukas Mathies (28) zwei Rennen in Russland.

Bannoye Die Vorsaison hat er mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen, nun will er zum Saisonstart auf neuer Strecke daran anschließen. „Ja, es ist im Frühjahr gut gelaufen“, blickt Lukas Mathies im VN-Gespräch kurz zurück. Zwischen Training und Mannschaftsbesprechung nahm sich der 28-jährige Raceboarder noch die Zeit, um vor dem Premierenrennen im russischen Bannoye, nahe Magnitogorsk im Süd-Ural, aus dem Nähkästchen zu plaudern. „Ich fühle mich wohl, alles fühlt sich richtig stimmig an.“ Das Sommertraining ist für den inzwischen zum Routinier gereiften Montafoner ebenso zur Zufriedenheit verlaufen wie die letzte Intensivvorbereitung in Schweden. Zwei Wochen waren die Raceboarder im Hohen Norden, erst in Funäsdalen und dann in Ramundberget.

Neuer Hang im Weltcupzirkus

Mathies konnte in der Zeit noch verschiedene Bindungsplatten testen, um auch in diesem Bereich das Omptimum rauszuholen. Was allerdings noch fehlt, ist ein Vergleich mit den anderen Nationen. „Ein paar Trainingsbestzeiten waren schon dabei. Und das ist in einem so starken Team wie bei uns auch nicht ganz schlecht“, sieht sich der Vorarlberger auf einem guten Kurs.
Dennoch: Groß über Saisonziele zu sprechen, ist nicht sein Ding. „Ich will meine Trainingsleistungen bestätigen und dann schauen wir mal, wo ich stehe“, ist seine Einstellung vor dem Auftakt in Russland. Gefahren werden ein Parallelriesentorlauf (Samstag, 8.55 Uhr, ORF Sport+ live) und ein Parallelslalom (Sonntag, 8.55 Uhr, ORF Sport+ live). Dass er sich derzeit im Riesentorlauf ein wenig wohler fühlt, überrascht ihn selbst. Zumal er seinen zweiten Weltcupsieg in Winterberg (Februar 2019) im Slalom eingefahren hat, mehr als fünf Jahre nach seinem Debüterfolg im Weltcup, beim Parallelriesentorlauf in Rogla (Jänner 2014). Dabei lief es zu Beginn der Vorbereitung zwischen den Slalomtoren besser: „Inzwischen aber fahre ich im Riesentorlauf echt einen coolen Schwung.“

„Ich habe die Vorsaison mit einem Sieg aufgehört und möchte natürlich daran anknüpfen.“

Lukas Mathies, ÖSV-Raceboarder


Sehr gut zurecht kommt er mit seiner Rolle als „Vermittler“ zwischen Jung und Alt. Während nämlich Andreas Prommegger (39) und Benjamin Karl (34) die 30er-Marke schon überschritten haben, drängen nun mit den Europacupfahrern Aron Juritz (24) und Fabian Obmann (23) zwei Junge nach. „Wir haben einen ganz guten Draht“, lacht er.

Dichtes Rennprogramm

Während die Snowboardcrosser ein ausgedünntes Weltcupprogramm haben, wartet auf die Raceboarder rund um Mathies ein dichtgedrängtes Programm, denn nach Russland („Ein cooler Hang, nicht zu steil, nicht zu flach. Da musst du technisch sauber fahren“) geht es gleich weiter nach Cortina. Vier Rennen allein bis Weihnachten und im Jänner dann die Heimevents in Lackenhof und Bad Gastein – da stehen einige Reisen auf dem Programm.


Mathies fühlt sich jedenfalls perfekt vorbereit. Ab Samstag lebt er wieder sein Motto: „Von Rennen zu Rennen mehr pushen!“ Dafür verläuft nun zu Hause der Hausbau ein wenig langsamer.