Für Eva Pinkelnig und Co. gilt: Wehe, wenn sie losgelassen

Sport / 06.12.2019 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die ersten Sprünge von der Großschanze in Lillehammer waren schon nach dem Geschmack von Eva Pinkelnig. OESV/DERGANC

Mit Großschanzendoppel in Lillehammer starten die ÖSV-Skispringerinnen in die neue Saison.

Lillehammer Im Frühling (12. März) ist sie in Lillehammer beim Bewerb von der Großschanze als Dritte auf dem Podium gestanden, mit einem Doppel (Samstag/Sonntag) eben dort startet Eva Pinkelnig nun in die neue Saison. Die Vorfreude auf die Springen ist bei der 31-Jährigen dementsprechend groß. „Die Schanze taugt mir voll.“ Die letzten Wochen waren für die Vorarlbergerin und ihre Teamkolleginnen geprägt vom Kraft- und Konditionstraining. Deshalb genoss die Dornbirnerin auch die Schneesprünge zu Beginn der Woche. „Die ersten mit neuem Material“, erzählt sie. „Es war schon spannend, wie der neue Augment-Ski auch bei Kälte und Schnee reagiert.“ Über den Sommer hinweg habe sie im Training stark daran gearbeiet, die gut erarbeitete Technik vom letzten Winter zu stabilisieren.

Genießen, ganz ohne Druck

Druck verspürt die zweifache Silbermedaillengewinnerin von Seefeld 2019 keinen mehr. „Ich habe ja schon viel mehr erreicht als mir die Trainer und viele Experten zugetraut haben. Alles, was jetzt noch kommt, ist eine Zugabe. Die Konkurrenz ist definitiv stark. Deshalb bin ich schon sehr gespannt auf den ersten Vergleich im Wettkampf. Ich freue mich.“


In ihrer Meinung wird Pinkelnig von ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer unterstützt. Er spricht von einer Weiterentwicklung im Damenskispringen. „Das Niveau ist weiter angestiegen“, sagt er vor dem Auftakt. Dennoch geht auch er optimistisch in das erste Kräftemessen mit der Elite aus Norwegen (mit Weltcupsiegerin Maren Lundby), Deutschland, Slowenien und Japan (mit Weltcup-Rekordgewinnerin Sara Takanashi/56 Siege). Lillehammer wird zeigen, wo sich Pinkelnig und Co. einreihen können. Rodlauer glaubt jedenfalls daran, dass der Gesamtweltcupsechsten aus dem Vorjahr einiges zuzutrauen ist.

„Mein Fokus liegt weiter darauf, Spaß zu haben und die geschenkte Zeit zu genießen.“

Eva Pinkelnig, ÖSV-Skispringerin


Die ersten Sprünge von der Großschanze in Lillehammer sind Pinkelnig jedenfalls gut von der Hand gegangen, auch das Material habe sich bewährt. Und welche Ziele verfolgt sie? „Mein Fokus lieg weiter darauf, Spaß am Springen zu haben und die mir geschenkte Zeit zu genießen.“ Dass vor Weihnachten in Klingenthal (14. Dezember) und nach dem Jahreswechsel in Sapporo (11./12. Jänner) weitere Springen von der Großschanze auf die ÖSV-Damen warten, zaubert Pinkelnig ein Lächeln ins Gesicht. Die 159 cm große Springerin hält derzeit bei einer persönlichen Rekordmarke von 139 Metern. Die 140-Meter-Marke soll in diesem Winter fallen, hat sie schon einmal angedeutet. Am liebsten bei einem Genusssprung zum Saisonstart.