Mit der Mama die Skileidenschaft teilen

Sport / 06.12.2019 • 22:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein starkes Team voller Vorfreude auf ihre Teilnahme beim Weißen Ring im VN-Team: Roswitha und Thomas Böhler.VN/Paulitsch
Ein starkes Team voller Vorfreude auf ihre Teilnahme beim Weißen Ring im VN-Team: Roswitha und Thomas Böhler.VN/Paulitsch

Thomas (37) und Roswitha Böhler (65) starten beim Weißen Ring im VN-Team.

Schwarzach Nach Papa und Tochter nun Mama und Sohn: Das VN-Team, das am 18. Jänner im neuen Jahr das traditionelle Weiße Ring-Volksskirennen in Angriff nehmen wird, hat viel Generationenübergreifendes zu bieten. Roswitha Böhler und ihr Sohn Thomas aus Schwarzach komplettieren das Leserquartett, welches für die Vorarlberger Nachrichten gemeinsam mit vier weiteren Teilnehmern die Skier für das Jubiläumsrennen anschnallen wird.

„Für mich ist das wie ein Geburtstagsgeschenk“, strahlt die Mama. „Am 25. November erhielten wir die Nachricht, dass wir für das VN-Team gelost wurden, am Tag darauf war mein Geburtstag.“ Dass sie sich mit 65 noch in ein so rasantes Abenteuer wagt, ist für die sportliche Dame nichts Angsteinflößendes. „Ich fahre immer sehr vergiftet“, meint die Schwarzacherin mit einem Zwinkern. Sohn Thomas bestätigt das gerne. „Mama geht oft mit, wenn ich mit meinen Kumpeln skifahren gehe. Wir fahren schnell. Aber auf Mama müssen wir nie warten.“

Infiziert mit dem Skivirus

Die Leidenschaft fürs Skifahren ist Teil der Biografie von Roswitha Böhler. Mit acht stand sie zum ersten Mal auf jenen Brettern, die für sie tatsächlich die Welt bedeuteten. Ihr Papa nahm sie mit. Die Infektion mit dem Skivirus passierte sofort. Ihr Suchtverhalten trieb sie aufs Bödele, so oft es nur ging. „Ich machte Autostopp, damit ich mir die fünf Schilling für den Bus ersparte. Fünf Schilling in der Tasche – damit konnte ich bis zu 15 Mal mehr mit dem Lift fahren“, erinnert sich die topfitte Seniorin. Am Schluss eines jeden Bödele-Skitages ging es bei guter Schneelage bis nach Dornbirn runter. „Danach bin ich nach Hause gelaufen“, erzählt Roswitha von ihren schönen Jugenderinnerungen.

Derlei Aufwand musste Jahre später Sohn Thomas nicht mehr betreiben. Sein Privileg: Er ist in eine skiverrückte Familie hineingeboren worden. Von den drei Geschwistern, zwei Buben, ein Mädchen, hatte nur das Mädchen mit Skifahren wenig am Hut.

Thomas, der bei Blum als Elektriker arbeitet, ist zeitlich so flexibel, dass er während der Woche Zeit zum Skifahren findet. Dann, wenn man ohne Stau zu den Skigebieten im Bregenzerwald gelangt. „Dass sich dann Mama als ideale Begleitung anbietet, liegt auf der Hand.“

Während Roswitha in all den Jahren ohne Verletzung blieb, hatte Thomas nicht so viel Glück. Vor Jahren zog er sich bei einem Sturz einen Schien- und Wadenbruch zu. „Aber ich habe mich davon gut erholt.“

Angst flößt beiden laut eigener Aussage die Weißer Ring-Strecke nicht ein. „Natürlich muss man sich an bestimmten Stellen überwinden. Etwa beim Madloch, wo es doch ziemlich wild hinuntergeht. Aber das geht schon“, macht sich der Sohnemann bereits jetzt Mut. Am Rennen nahmen sie bereits letztes Jahr teil. Roswitha brauchte damals 57 Minuten bis ins Ziel, Thomas schaffte es in 49 Minuten.

Bei allem sportlichen Ehrgeiz steht für die Böhlers jedoch in erster Linie der Spaß und das besondere Flair des einzigartigen Langstreckenskirennens im Mittelpunkt.

Auf das VN-Team freuen sie sich ganz besonders.

Der Weisse Ring 2020

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Skiclub Arlberg, Ski Arlberg, Raiffeisenbank Lech am Arlberg, Rossignol