Thriller im ÖHB-Cupderby zwischen Bregenz und SSV Schoren

Sport / 07.12.2019 • 21:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Anna Moosbrugger agierte im Derby gegen SSV Schoren Dornbirn enorm stark. VEREIN

Bundesligist SSV Schoren Dornbirn setzt sich erst in der Verlängerung gegen die Damen von Bregenz Handball mit 30:29 durch.

Markus Krautberger

Bregenz Vor mehr als 1400 Zuschauer in der Handball-Arena Rieden lieferten sich die Damen von Bregenz Handball und SSV Dornbirn-Schoren im Rahmen des ÖHB-Cup-Achtelfinales einen wahren Thriller. In einer über mehr als 60 Minuten langen spannenden Partie fiel die Entscheidung schlussendlich erst in der Verlängerung mit 30:29 (26:26/12:14) für die Gäste aus Dornbirn.

Die Gastgeber gingen als klarer Underdog gegen den Bundesligisten SSV in das Spiel, rechneten sich dennoch Möglichkeiten aus. Grund: etliche Spielerinnen von Bregenz Handball trugen vor nicht all zu langer Zeit noch das Dress des SSV. Und die Partie verlief von Start weg abwechlsungsreich ab. Die Hausherrinnen zeigten nicht viel Respekt und lieferten einen tollen Fight und ein Spiel auf Augenhöhe. Vor allem Torhüterin Bettina Thöni zeigte eine ganz starke Leistung und verhalf ihrem Team durch tolle Paraden zu einer verdienten 14:12-Führung in der Halbzeit.

„Wir haben uns toll verkauft und man sah, dass wir auch in dieser Liga mitspielen könnten. Ich bin sehr stolz auf mein Team, auch wenn es natürlich sehr schade ist, nach 70 Minuten mit einem Tor Unterschied zu verlieren“.

Andre Karkhof, Trainer Bregenz Handball Damen

In Halbzeit Zwei deutete vieles lange Zeit auf die große Überraschung hin. Anna Moosbrugger in den Reihen der Bregenzerinnen erzielte Tor um Tor, zudem musste Marksteiner wegen eines Foulspiels an Moosbrugger mit roter Karte das Feld verlassen. Bregenz zog auf 19:15 davon. Doch die Gäste ließen sich nicht abschüttel, und fighteten sich zurück in das Spiel. In Minute 48 erzielte SSV-Spielerin Amann den 21:21-Ausgleich. Fortan regierte Spannung die Partie, Dornbirn schaffte es kurz vor Schluß noch die Führung zu erzielen, aber Lena Ilg glich zum 26:26 Sekunden vor Spielende nochmals aus und rettete ihr Team in die Verlängerung.

1400 Zuschauer sahen in der Arena Rieden eine tollen Cupfight. VEREIN
1400 Zuschauer sahen in der Arena Rieden eine tollen Cupfight. VEREIN

Spannung pur in der Verlängerung

Auch dort gestaltete sich die Partei extrem ausgeglichen, so stand es zur Pause der Verlängerung 27:27. Die Damen des SSV erwischten dabei den besseren Start, zogen auf 29:27 davon. Die Bregenzerinnen probierten alles, aber zu mehr als zum 29:30 reichte es am Ende nicht. Dennoch: Die Mannschaft von Bregenz-Trainer Andre Karkhof verlanget vom SSV alles ab, brachten sie an die Grenzen. „Wir haben uns toll verkauft und man sah, dass wir auch in dieser Liga mitspielen könnten. Ich bin sehr stolz auf mein Team, auch wenn es natürlich sehr schade ist, nach 70 Minuten mit einem Tor Unterschied zu verlieren. Dornbirn ist der glücklichere Sieger,“ so Karkhof nach dem Cupfight in Bregenz.

Handball

Damen, ÖHB-Cup-Achtelfinale

Bregenz Handball – SSV Dornbirn-Schoren 29: 30 n.V. (26:26); (14:12)

Handball Arena, SR Hofmarcher/ Ugarkovic

Bregenz Handball: Thöni, Amann, Haller 4, Mähr 1, Posavec, Bohle 2, Tatzreiter, Greber 1, Franz 5 (1/1), Maksimovic 1, Feierle 2, Ilg 1, Moosbrugger 11 (5/5), Meissner, Mayer 1.

Dornbirn: Rauter; Huber 3 (3/3), Kojic, Roganovic, Fuchs, Benneker 1, Ölz 3, Gladovic 3, Kellenberger, Gander, Gerbis 4, Marksteiner J. 3, Marksteiner A 10, Amann 3.