An Rebensburg führte kein Weg vorbei

Sport / 08.12.2019 • 22:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stephanie Venier fuhr trotz Schmerzen auf den vierten Rang.gepa
Stephanie Venier fuhr trotz Schmerzen auf den vierten Rang.gepa

Starke ÖSV-Damen fuhren im Super-G am Podest vorbei.

Lake Louise Ein Podestplatz ist den starken österreichischen Speed-Damen zum Abschluss der Nordamerika-Rennen in Lake Louise verwehrt geblieben. Viktoria Rebensburg gewann nach dem letzten Super-G der vergangenen Saison auch den ersten in der neuen. Die Deutsche siegte in Lake Louise vor Nicol Delago (+0,35 Sek.), Corinne Suter (0,42) und Stephanie Venier (0,53). Nina Ortlieb schied im Mittelteil aus.

Nach neuerlichem Schneefall in der Nacht und Pistenpräparierungen war das Rennen mit einer halbstündigen Verspätung, aber bei besten Wetter- und Pistenverhältnissen gestartet worden. Und die ÖSV-Truppe lieferte ordentlich ab: Mirjam Puchner wurde Fünfte (0,77), Tamara Tippler Sechste (1,06), Samstag-Abfahrtssiegerin Nicole Schmidhofer landete auf Rang acht (1,10) und Ramona Siebenhofer auf elf (1,19). Kugelverteidigerin Mikaela Shiffrin kam über Rang zehn nicht hinaus (1,18).

Lange gewartet

Für Rebensburg war es der 18. Sieg im Weltcup, der vierte im Super-G. „Es war alles sehr ruhig von der Fahrweise, das ist normalerweise im Super-G kein gutes Zeichen“, sagte die Deutsche im ORF-TV-Interview und gestand, auf diesen Sieg in Lake Louise schon länger gewartet zu haben.

Beste Österreicherin war mit Venier jene Läuferin, die am Samstag in der Abfahrt so heftig zu Sturz gekommen war und fit therapiert werden musste. „Ich habe mich gefragt, ob das was werden kann. Mein Schienbein hat gescheit geschmerzt, aber ich habe das gut weggesteckt.“ Es habe das gewisse Etwas gebraucht. „Man hat nicht zu direkt, nicht zu gerade oder zu rund fahren dürfen, sondern musste den Ski laufen lassen.“ Nach Rang drei in der ersten Abfahrt tritt sie den Heimflug mit viel Selbstvertrauen an.

Puchner schüttelte das schlechte Gefühl nach den beiden Abfahrten (14., 23.) ab, Platz fünf ist ihr bestes Super-G-Ergebnis. „Ich habe nach der Abfahrt mit mir gehadert. Ich wusste, dass ich im Training brutal schnell bin. Heute habe ich schon beim Einfahren mehr auf die Technik geschaut. Locker Skifahren und mit mehr Selbstvertrauen an die Sache rangehen“, war ihr Erfolgsgeheimnis. Die gute Sicht half auch mit. „An so einem schönen Tag kann ich mehr attackieren.“

Tippler nahm ebenfalls gute Punkte mit, sie wusste, wo sie den Stockerlplatz verpasst hatte. „Oben habe ich schon ein gescheites Paket ausgefasst. Herunten hat es ganz gut gepasst.“ Schmidhofer analysierte, im Mittelteil zu rund unterwegs gewesen zu sein. „Dann war es schon vorbei. Aber hilft jetzt nichts, ist schon wieder vorbei.“

Ski Weltcup

Damen-Super-G Lake Louise

1. Viktoria Rebensburg (GER)  1:20,00

2. Nicol Delago (ITA)  1:20,35 +0,35

3. Corinne Suter (SUI)  1:20,42 +0,42

4. Stephanie Venier (AUT) 1:20,53 +0,53

5. Mirjam Puchner (AUT) 1:20,77 +0,77

6. Tamara Tippler (AUT) 1:21,06 +1,06

7. Federica Brignone (ITA) 1:21,07 +1,07

8. Nicole Schmidhofer (AUT)   1:21,10 +1,10

9. Tina Weirather (LIE) 1:21,11 +1,11

10. Mikaela Shiffrin (USA) 1:21,18 +1,18

11. Ramona Siebenhofer (AUT)  1:21,19 +1,19

12. Lara Gut-Behrami (SUI) 1:21,28 +1,28

13. Alice McKennis (USA)  1:21,35 +1,35

14. Kajsa Vickhoff Lie (NOR) 1:21,38 +1,38

15. Ricarda Haaser (AUT)  1:21,40 +1,40

16. Elena Curtoni (ITA) 1:21,45 +1,45

17. Romane Miradoli (FRA)  1:21,47 +1,47

18. Francesca Marsaglia (ITA)  1:21,59 +1,59

19. Marie-Michele Gagnon (CAN) 1:21,70 +1,70

20. Ilka Stuhec (SLO) 1:21,87 +1,87

21. Lin Ivarsson (SWE) 1:21,95 +1,95

22. Michelle Gisin (SUI) 1:21,98 +1,98

23. Alice Merryweather (USA) 1:22,00 +2,00

24. Kira Weidle (GER)  1:22,01 +2,01

25. Michaela Wenig (GER)  1:22,18 +2,18

26. Laura Gauche (FRA)  1:22,43 +2,43

27. K. Hirtl-Stangassinger (GER) 1:22,44 +2,44

Ausgeschieden u.a.: Michaela Heider, Elisabeth Reisinger, Nina Ortlieb (alle AUT), Patrizia Dorsch, Veronique Hronek (beide GER), Sofia Goggia (ITA), Joana Hählen (SUI)