Der Favorit musste an die Grenzen gehen

Sport / 08.12.2019 • 19:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Adriana Marksteiner (M.) war mit zehn Toren für den SSV Dornbirn Schoren die ganz große Stütze beim Cupsieg in Bregenz.VN/Lerch
Adriana Marksteiner (M.) war mit zehn Toren für den SSV Dornbirn Schoren die ganz große Stütze beim Cupsieg in Bregenz.VN/Lerch

SSV Dornbirn-Schoren behält im Cupduell gegen Bregenz erst nach Verlängerung die Oberhand.

Bregenz Vor mehr als 1400 Zuschauern in der Handball-Arena Rieden lieferten sich die Damen von Bregenz Handball und SSV Dornbirn-Schoren im Rahmen des ÖHB-Cup-Achtelfinales einen wahren Thriller. In einer über mehr als 60 Minuten langen spannenden Partie fiel die Entscheidung schlussendlich erst in der Verlängerung mit 30:29 (26:26/12:14) für die Gäste aus Dornbirn.

Die Gastgeber gingen als klarer Underdog gegen den Bundesligisten SSV in das Spiel, rechneten sich dennoch Möglichkeiten aus. Grund: Etliche Spielerinnen von Bregenz Handball trugen vor nicht allzu langer Zeit noch das Dress des SSV. Und die Partie verlief von Start weg abwechlsungsreich. Die Hausherrinnen zeigten nicht viel Respekt, lieferten einen tollen Fight und ein Spiel auf Augenhöhe. Vor allem Torhüterin Bettina Thöni zeigte eine ganz starke Leistung und verhalf ihrem Team durch tolle Paraden zu einer verdienten 14:12-Führung in der Halbzeit. In Halbzeit zwei deutete vieles lange Zeit auf die große Überraschung hin. Anna Moosbrugger in den Reihen der Bregenzerinnen erzielte Tor um Tor, zudem musste Julia Marksteiner wegen eines Foulspiels an Moosbrugger mit roter Karte das Feld verlassen. Bregenz zog auf 19:15 davon. Doch die Truppe von Ausra Fridrikas ließ sich nicht abschütteln, und fightete sich zurück in das Spiel. In Minute 48 erzielte SSV-Spielerin Amann den 21:21-Ausgleich. Fortan regierte Spannung die Partie, Dornbirn schaffte es kurz vor Schluss noch, die Führung zu erzielen, aber Lena Ilg glich zum 26:26 Sekunden vor Spielende nochmals aus und rettete ihr Team in die Verlängerung.

Spannung pur in der Verlängerung

Auch dort gestaltete sich die Partei extrem ausgeglichen, so stand es zur Pause der Verlängerung 27:27. Die Damen des SSV erwischten dabei den besseren Start, zogen auf 29:27 davon. Die Bregenzerinnen probierten alles, aber zu mehr als zum 29:30 reichte es am Ende nicht. Dennoch: Die Mannschaft von Bregenz-Trainer Andre Karkhof verlangte dem SSV alles ab, brachten ihn an die Grenzen. „Wir haben uns toll verkauft und man sah, dass wir auch in dieser Liga mitspielen könnten. Ich bin sehr stolz auf mein Team, auch wenn es natürlich sehr schade ist, nach 70 Minuten mit einem Tor Unterschied zu verlieren. Dornbirn ist der glücklichere Sieger“, so Karkhof nach dem Cupfight in Bregenz. VN-MKR

„Wir haben uns toll verkauft. Ich bin trotz Niederlage sehr stolz auf die Mannschaft.“

Handball

Österreichischer Cup der Frauen 2019/20

Achtelfinale

Bregenz Handball – SSV Dornbirn-Schoren 29:30 n. V. (26:26, 14:12)

Handballarena Rieden, SR Mohler/Hutecek (HR: 30:27)

Zweiminutenstrafen: 11 bzw. 4;

Rote Karten: 33. Julia Marksteiner, 52. Greber (3×2)

Torfolge: 6. 1:3, 9. 4:3, 15. 6:7, 21. 10:8, 26. 10:11, 33. 16:13, 40. 19:15, 48. 21:21, 58. 25:26, 63. 27:27, 67. 27:29, 68. 28:30

Bregenz Handball: Spiegel, Thöni; Amann, Haller 4, Mähr 1, Posavec,

Bohle 2, Mayer 1, Tatzreiter, Greber 1, Franz 5/1, Maksimovic 1, Feierle 2, Ilg 1, Moosbrugger 11/5

SSV Dornbirn-Schoren: Rauter, Fuchs, Roganovic; Kellenberger, Kojic, Ölz 3, Gerbis 4, Benneker 1, Amann 2, Huber 3/3, Julia Marksteiner 3, Gander, Gladovic 3, Adriana Marksteiner 10

UHC Stockerau – HC BW Feldkirch srafverifiziert

Feldkirch nicht angetreten