Einsingen für Weihnachten

Sport / 08.12.2019 • 21:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Augen werden strahlen, die Gesichter glänzen, anlässlich der heutigen Weihnachtsfeier beim Cashpoint SCR Altach. Haben sie doch den Negativrekord schlechthin im Vorarlberger Fußball geknackt. Dank Wille, Einstellung und dank Spielkultur statt Mauerfußball. 52 Jahre nach dem bislang einzigen Bundesligasieg einer heimischen Mannschaft in Graz gegen Sturm haben die Rheindörfler die Festung gestürmt. 19.014 Tage warten haben ein Ende, die Geschichte rund um das „schwarze Loch“ erzählt, Neues kann entstehen.

Woher aber plötzlich die Kaltschnäuzigkeit, woher das Selbstvertrauen? Es basiert auf Konsequenz und Arbeit. Ja, der Trainer ist einer, der viel einfordert. Vielleicht anfangs ein wenig zu viel. Aber Alex Pastoor ist auch ein Mann, der mit viel Gefühl für die Situation, die notwendigen Schritte für Veränderungen vornehmen kann. Die Entwicklungsschritte verkleinern, eine Stufe nach der nächsten und nicht gleich zwei auf einmal. Damit hat sich die Mannschaft angefreundet, das hat sie zusammengeschweißt.

Pastoor weiß, wie Krise geht. Dennoch hat der Niederländer an seiner Spielphilosophie festgehalten. Und natürlich fordert er weiterhin, wenngleich mit etwas mehr Fingerspitzengefühl für die Situation. Das ergab zuletzt zwei Siege in Folge, womit auch die Stimmung bei der heutigen Weihnachtsfeier bestens sein dürfte.

Einziger Wermutstropfen der erfolgreichen Reise nach Graz könnte eine Verletzung von Toptorschütze Mergim Berisha sein. In Minute 79 war er bei einem Zweikampf umgeknickt und musste lange behandelt werden. Berisha biss auf die Zähne und spielte die Partie zu Ende, doch die Bänder am Knöchel dürften beleidigt sein.

Christian Adam

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