Eishockey: Dornbirn fehlt die Konstanz

Sport / 09.12.2019 • 11:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dornbirns Verteidiger Keaton Ellerby kommt zu spät, Znojmis Stürmer Aaron Berisha trifft gegen Juha Johannes Järvenpää zum 1:0. VN/Lerch

Bulldogs verloren gegen Znojmo mit 2:4

Dornbirn „40 gute Minuten sind für ein Team wie uns nicht genug.“ Die fehlende Konstanz im Bulldogs-Spiel stellt für Dornbirns-Kapitän Oliver Magnan die derzeit größte Hürde da. „Gegen die Tschechen haben wir den Start komplett verschlafen und so das Spiel früh aus der Hand gegeben. Auch in Linz haben wir nur zwei gute Drittel abgeliefert.“ Die 2:4 Niederlage gegen Znojmo war damit die 20. Saisonpleite für das Tabellenschlusslicht.
Pfiffe begleiteten die Bulldogs im 24. Saisonspiel in die erste Drittelpause. Die rund 2000 Dornbirn-Fans sahen, wie ihr Team nach 20 Minuten einen 0:3-Rückstand aufgerissen hatte. Die Gäste trafen praktisch mit ihren ersten beiden Schüssen aufs Bulldogs-Tor. In der dritten Minute übertölpelte Aaron Berisha DEC-Verteidiger Keaton Ellerby und ließ Keeper Juha Järvenpää keine Chance. 30 Sekunden später sorgte Rob Flick für den zweiten Adler-Treffer. Die Tschechen kombinierten dabei im Bulldogs-Drittel nach Lust und Laune, degradierten die Dornbirn-Abwehrspieler Mikko Vainonen und Jordan Subban zu Statisten. Daraufhin nahm DEC-Coach Kai Suikkanen ein Timeout und forderte seine Mannschaft wild gestikulierend auf, doch endlich mit dem Eishockey spielen zu beginnen. Das dauerte etweas, so rettete bei einem Versuch von Parker Bowles (6.) die Stange vor dem nächsten Gegentreffer. In der 18. Minute hatte Bowles erneut den Schläger im Spiel. Sein Zuspiel beförderte Patrik Novak zum 0:3 ins Gehäuse.

Erfolgsloses Aufbäumen

Offenbar wähnten sich die Südmähren mit diesem Zwischenstand in Sicherheit. Jedenfalls wurden die Hausherren stärker. Bis zum ersten DEC-Treffer dauerte es aber bis zur 33. Minute. Ein Pass von Mathias Bau Hansen fand in William Rapuzzi den Abnehmer, der die Scheibe zum 1:3 im Tor versenkte. Drei Minuten später verkürzte Magnan im ersten Powerplay des Abends auf 2:3. Für den 33-Jährigen war es in seinem 401. EBEL-Spiel der erste Saisontreffer. Jetzt wollten die Dornbirner ihren bescheidenen Auftritt aus dem Stardrittel gänzlich vergessen machen. Was immer sie in den letzten 20 Minuten auch probierten, es gelang nur nicht. Das lang einerseits daran, dass die Tschechen deutlich aktiver waren als im Drittel zuvor und andrerseits an zu wenig gefährlichen Offensivszenen. Suikannen ging volles Risiko, nahm Järvenpää zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Platz. Eine Maßnahme, die nur Znojmo half, denn Petr Beranek traf 52 Sekunden vor dem Ende zum 2:4 ins leere Tor. abr