Deshalb wird Ex-Ried-Trainer Helmut Kraft nicht Nachfolger beim FC Lustenau

Sport / 10.12.2019 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Daniel Madlener verlässt den FC Lustenau aufgrund von unterschiedlichen Zielvorstellungen. VN/LERCH
Daniel Madlener verlässt den FC Lustenau aufgrund von unterschiedlichen Zielvorstellungen. VN/LERCH

Ära Daniel Madlener beim FC Lustenau ist nach zwei Jahren beendet. Klub sucht einen neuen Trainer.

Lustenau Der älteste Fußballklub Vorarlbergs muss sich einen neuen Trainer suchen. Daniel Madlener und der FC Lustenau haben sich nach zwei Jahren nun kurz vor Weihnachten getrennt. „Der Verein hat sich mit den Gedanken und Ideen von Daniel Madlener über die sportliche Zukunft der Mannschaft nicht anfreunden können“, erklärt FCL-Sportvorstandsmitglied Helmut Kraft (61). „Das ist sehr schade, denn gerade die jungen Spieler haben sich unter ihm gut entwickelt.“ Grund für die Trennung war, dass der ehemalige Profi Madlener mit dem Klub zurück in den Profifußball wollte. Seitens des Vereins aber wollte man diesen Weg, aufgrund des finanziellen Risikos, nicht mehr beschreiten.

Einen Schnellschuss wird es bei uns nicht geben. Wir sondieren den Markt genau.

Helmut Kraft, Sportvorstandsmitglied FC Lustenau 1907

In der Saison 2017/18 hatte der 55-jährige Fußballlehrer die Truppe von Oliver Mattle übernommen. Madlener führte die Mannschaft sportlich in die Vorarlbergliga, wo man mit einem Rückstand von drei Zählern auf einen Aufstiegsplatz überwintert.

Kraft wird nicht Nachfolger

Lustenau nun einen Nachfolger, zumal Kraft, selbst UEFA-Pro-Lizenz-Trainer, das Amt nicht übernehmen wird. „Es geht sich für mich beruflich und zeitlich nicht aus. Allerdings werde ich in der Kaderzusammenstellung sicherlich behilflich sein.“ Interimistisch wird Philipp Eisele das Training übernehmen. Bis zum Start des Hallenmasters in Wolfurt (28. Dezember) soll die Nachfolgeregelung geklärt sein. Eisele (37) ist mit 147 Spielen in der 2. Liga Rekordspieler beim FCL und hat vor sieben Jahren, in den sportlich schwierigen Zeiten, schon einmal für den Klub gearbeitet. Nicht zuletzt deshalb genießt der Sportliche Leiter hohes Ansehen bei den Spielern und Vereinsverantwortlichen. Zuletzt war Eisele vor eineinhalb Jahren als Trainer beim damaligen Westligisten FC Hard tätig. Für Kraft steht deshalb schon jetzt fest: „Einen Schnellschuss wird es bei uns nicht geben. Wir werden den Markt genau sondieren und eine geeignete Lösung präsentieren. VN-tk