Putin sieht „allen Grund“ zur Klage beim CAS

Sport / 10.12.2019 • 21:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Moskau Die unendliche Geschichte des russischen Dopingskandals ist nach der vierjährigen Sperre für die Sportmacht nicht zu Ende. Allen voran befördert Russlands Präsident Wladimir Putin die Erwartung, dass sein Land die von der Welt-Anti-Doping-Agentur verhängten Sanktionen nicht akzeptieren und vor den Internationalen Sportgerichtshof ziehen wird.

„Wir haben allen Grund, Klage beim CAS einzureichen“, sagte Russlands starker Mann nach dem Ukraine-Gipfel in Paris. Putin betonte, dass sein Land nicht kollektiv für einzelne Dopingfälle bestraft werden dürfe. „Es gibt wohl Grund zur Annahme, dass es bei solchen Entscheidungen nicht um die Sauberkeit des Weltsports geht, sondern um politische Überlegungen. Diese sind nicht im Interesse des Sports und der olympischen Bewegung“, sagte der Präsident.

Pikant ist, dass RUSADA-Leiter Juri Ganus sich in den vergangenen Monaten als Kritiker von Staatsdoping, Politikern und Funktionären offen positioniert hat. Nach dem WADA-Beschluss forderte er Putin auf, die Sache ernst zu nehmen und entschlossen zu handeln. „Welche tragischen Entwicklungen soll es denn sonst noch geben“, sagte Ganus und betonte, ein Gang vor den CAS wäre „chancenlos“.