Ein erstes Ausrufezeichen

Sport / 11.12.2019 • 22:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Viel Gefühl verlangt die Strecke am Hochjoch, im Bild die Startsektion. Dort herrschte auch heftiges Treiben, damit das Board auf der Strecke passt (kleines Bild).Steurer/2
Viel Gefühl verlangt die Strecke am Hochjoch, im Bild die Startsektion. Dort herrschte auch heftiges Treiben, damit das Board auf der Strecke passt (kleines Bild).Steurer/2

SBX-Weltcupsieger Alessandro Hämmerle setzte am Hochjoch einen ersten Maßstab.

Schruns Kleiner, feiner, spannender – so präsentierte sich der neue Kurs am Hochjoch am ersten Trainingstag für die Snowboard- und Skicrosser. Es war ein erstes Herantasten an die Startsektion und die wenigen Kurven. Fehler erlaubt der etwas mehr als 30 Sekunden lange Kurs keine, vielmehr erfordert er Gefühl. Das sagt einer, der es wissen muss, nämlich der amtierende SBX-Weltcupsieger Alessandro Hämmerle. Der 26-jährige aus Gaschurn setzte denn auch eine erste Duftmarke in den Schnee. „Izzi“ war mit 37,03 Sekunden der Schnellste im Training zum Weltcup Montafon, der heute mit den Qualifikationsläufen so richtig Fahrt aufnimmt. Dabei tat sich auch der Lokalmatador anfangs schwer. „Es ist absolut kein Vollgaskurs“, verriet er nach dem ersten Tag. Seine Konkurrenz aber hat zu beißen, heißt es doch: Alessandro Hämmerle ist der Favorit. Seine Linie wurde deshalb von den Gegnern nicht nur gefilmt, sondern in einer Spätschicht auch analysiert.

Nervosität ist noch vorhanden

„So einfach ist es nicht“, sagt der siebenfache Weltcupsieger. Er sei richtig nervös, nirgends auf der Welt kenne er dieses Gefühl. „Das ist nicht zu simulieren.“ Dennoch hat er schon einmal dem Druck standgehalten. 2015 hat er seinen ersten Sieg im Montafon gefeiert. Damals triumpierte er vor Markus Schairer, der nunmehr als Streckenbauer und FIS-Delegierter, aber erstmals nicht als Athlet am Hochjoch anzufinden ist. Mit Luca Hämmerle (23) und Beat Neyer-Hollenstein (18) kämpfen heute noch zwei weitere Vorarlberger Snowboarder um einen Finalplatz. Weitere ÖSV-Fahrer sind Julian Lüftner, Lukas Pachner, Jakob Dusek, er ließ mit der zweitschnellsten Zeit aufhorchen, Sebastian Jud und David Pickl.

Ein Duo bei den Skicrossern

Bei den Skicrossern ist Vorarlberg mit zwei Fahrern, Frederic Berthold (28) und Bernhard Graf (31) vertreten. Große Hoffnungen macht sich vor allem die Steirerin Katrin Ofner (29), die dank starker Leistungen zum Saisonauftakt in Val Thorens mit Selbstvertrauen ins Ländle gereist ist.

„Es ist absolut kein Vollgaskurs. Und er verzeiht absolut keine Fehler.“

Weltcup Montafon

Programm 2019

12. Dezember

10.30 Uhr: Qualifikation Snowboardcross

13.45 Uhr: Qualifikation Skicross

13. Dezember

13.00 Uhr: Finale Snowboardcross

19.00 Uhr: Heat-Presentation Skicross

20.30 Uhr: Weltcup Warm-Up-Party

14. Dezember

11.00 Uhr: Finale Skicross

15.00 Uhr: Weltcupmeile Schruns

17.00 Uhr: DJ‘s an der Weltcup-Bar Schruns

18.00 Uhr: Open Air, Lemo und Silbermond – dazwischen die Siegerehrung der Weltcupbewerbe

Weltcup Montafon im TV

13.12.: ORF 1, live ab 12.55 Uhr

14.12.: ORF 1, live ab 10.50 Uhr