Salzburger Stolz trotz CL-Aus

Sport / 11.12.2019 • 23:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
RB Salzburg-Ciach jesse Marsch ist voll des Lobes für seine Mannschaft.Reuters
RB Salzburg-Ciach jesse Marsch ist voll des Lobes für seine Mannschaft.Reuters

Jetzt hat RB Salzburg den Titel in Europa League im Visier.

Salzburg Der Achtelfinaltraum in der Champions-League ist für Salzburg geplatzt. Eine Stunde lang lag die Sensation gegen Liverpool in einer hochintensiven Partie in der Luft, ehe der Titelverteidiger mit einem Doppelschlag alle Hoffnungen zunichte machte. „Es hat sich angefühlt wie ein Schwergewichtskampf“, sagte Coach Jesse Marsch, dessen Truppe nun den Europa-League-Titel anvisiert. Marschs Metapher fasste das sehenswerte Geschehen gut zusammen. „Wir haben viel geschlagen, sie haben viel geschlagen, und dann hatten sie am Ende zwei mehr“, sagte der US-Amerikaner. Den Hausherren mangelte es letztlich an Effizienz.

Ohnehin hatte er für sein Team nach dem Duell nur Lob bereit. „Wir haben gesagt, dass wir unsere beste Leistung brauchen. Und das war – vor dem Gegentor – unsere beste Leistung.“ Angesichts der Höhe der Hürde – mit Van Dijk, Salah und Sadio Mane standen drei der Top-Fünf der Weltfußballerwahl auf der Gegenseite – könne man die Leistung gar nicht hoch genug einschätzen. „Gegen die beste Mannschaft der Welt mit dieser jungen Mannschaft haben wir so gut gespielt.“ Die Entwicklung seiner Truppe in den jüngsten fünf Monaten sei schlicht „Wahnsinn“. Dennoch ortete er weiteres Potenzial: „Wir können noch besser sein.“

Jagd nach dem Europa-League-Titel

Was bleibt, sind nicht nur 35 Millionen an UEFA-Prämien, sondern auch der Rückblick auf einen verblüffenden Herbst. Just nach einem Umbruchssommer, der den Verlust von sieben Stammspielern und viele Fragezeichen brachte, klopfte der Verein bei der erstmaligen Königsklassen-Teilnahme an der K.o.-Phase an. „Wir haben das richtig geil gemacht“, meinte Kapitän Andreas Ulmer. Auch Außenverteidiger Rasmus Kristensen zeigte sich bei aller Enttäuschung über die Niederlage mit der Gesamtvorstellung höchst zufrieden: „Wir haben Salzburg auf die Champions-League-Landkarte gebracht und den Fußball gespielt, den jeder sehen will. Darauf können wir stolz sein.“ Wenn die Enttäuschung über die verpasste Sensation verflogen ist, kann sich die Marsch-Truppe auf die Europa League konzentrieren. Als einer der vier besten CL-Gruppendritten ist man bei der Auslosung am Montag (13.00 Uhr in Nyon) in Topf eins gesetzt – die Gruppensieger der EL fallen damit als mögliche Gegner – ebenso wie fix der LASK weg. „Es ist ein super Turnier, eine super Gelegenheit für mehr Erfolg und mehr Entwicklung“, meinte Marsch, der optimistisch ist: „Wir können dieses Turnier gewinnen. Wenn wir uns weiter so verbessern, haben wir eine große Chance.“

„Wir können das Turnier gewinnen. Wenn wir uns verbessern, haben wir eine Chance.“