Müller ist der Gejagte in Whistler

Sport / 12.12.2019 • 22:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jonas Müller ist aktuell im Einsitzer das Maß aller Dinge im Rodelweltcup.GEPA
Jonas Müller ist aktuell im Einsitzer das Maß aller Dinge im Rodelweltcup.GEPA

Jonas Müller feiert als Weltcupleader sein Debüt auf 2010-Olympiabahn in Whistler.

Whistler Der Bludenzer Jonas Müller kommt nach zwei Siegen im olympischen Einsitzer in Innsbruck-Igls und Lake Placid und einem dritten Rang im Sprint beim Rennen in Kanada als Weltcupspitzenreiter zur dritten Station im Kunstbahn-Rodeln in Whistler. Für den 22-Jährigen ist es das Weltcupdebüt auf der kanadischen Olympiabahn von 2010, doch das Selbstvertrauen ist groß. Der 2019-Sprintweltmeister Müller war in Whistler bisher nur bei einem Junioren-Weltcup und im Vorjahr als Vorläufer am Start. Nach dem Training weiß er um die Anforderungen. „Im oberen Bereich gibt es praktisch keine Lenkpunkte, es ist ein anderes Rodeln als auf anderen Bahnen. Der fehlenden Erfahrung im 1375 Meter langen und 16 Kurven aufweisenden Eiskanal stehen mein Selbstvertrauen und meine Form gegenüber“, erklärte der Bludenzer. „Ich versuche das Ganze locker anzugehen und voll draufzudrücken, wenn es darauf ankommt.“

Wie Müller haben aus dem ÖRV-Herrenteam nur noch Wolfgang Kindl und Nico Gleirscher einen Fixplatz für das Rennen in der Nacht auf Samstag. „Die Bahn kommt definitiv den guten Startern entgegen, und zu denen zähle ich nun einmal nicht. Um das Handicap wettzumachen, braucht es Länge, aber die fehlt der Bahn“, erklärte Ex-Weltmeister Kindl, im Vorjahr Sieger in Whistler.

Steu/Koller gesetzt

Im Doppelsitzer peilen Müllers engerer Landsmann Thomas Steu und der Tiroler Lorenz Koller als Weltcup-Vierte nach Rang drei beim Auftakt in Innsbruck-Igls und Rang fünf in Lake Placid den zweiten Podestplatz in der noch jungen Wettkampfsaison an. Sie sind für das Rennen gesetzt.

Bei den Damen müssen sich Madeleine Egle und Hannah Prock ebenso wie 2018-Olympiasieger David Gleirscher und der neuformierte Doppelsitzer Yannick Müller/Armin Frauscher ihre Startplätze im Nationencup sichern. VN-JD