Chance für Thiem-Einsatz weniger als 50 Prozent

Sport / 13.12.2019 • 21:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

ÖTV-Davis-Cup-Team spielt gegen Uruguay in Premstätten.

Premstätten Österreichs Davis-Cup-Team empfängt Uruguay in der Qualifikationsrunde für das Weltgruppen-Finalturnier am 6./7. März in Premstätten bei Graz. Die Schwarzlsee-Halle ist zum dritten Mal nach 1994 und 2006 Schauplatz eines Tennis-Länderkampfs, die Steiermark ist zum siebten Mal Gastgeber. „Ich als Steirer finde es mega, dass ich ein echtes Heimspiel haben werde. Die Stimmung wird wie beim letzten Mal in Graz super sein, ich freue mich schon total“, meinte Sebastian Ofner stellvertretend für seine Teamkollegen.

Der Schauplatz ist vielen Tennis-Fans noch vom Klassiker Thomas Muster gegen Michael Stich (1994) in Erinnerung. Muster hatte den Deutschen damals mit 12:10 im fünften Satz besiegt, ehe Horst Skoff das entscheidende Duell gegen Marc-Kevin Goellner zur 2:3-Heimniederlage verlor.

Die Traglufthalle, die etwa 10 km südlich von Graz liegt, wird ein Fassungsvermögen von 5500 Fans haben, eine Aufstockung ist möglich. Diese wäre gegen die Südamerikaner aber wohl maximal nötig, sollte sich Dominic Thiem für ein Antreten entscheiden. Da der Weltranglisten-Vierte in der Woche danach aber in Indian Wells seinen Titel verteidigen muss, und davor schon in Südamerika ist, sind die Chancen auf ein Antreten nicht besonders hoch. „Die Chance, dass er spielt, ist weniger als 50 Prozent“, meinte Thiem-Manager Herwig Straka.

Finale im November in Madrid

Sollte Österreich erstmals den Sprung zum neuen Finalturnier in Madrid schaffen, wäre Thiem fix dabei. „Dominic würde fix im Finale (Anm. November 2020) spielen, für Graz wird es schwer werden“, so Straka. Der Steirer sieht aber auch ohne Thiem eine „Riesenchance, dass Österreich erstmals in der Champions League des Tennissports präsent ist“.

Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek kann bereits fix auf Ofner sowie das Doppel Oliver Marach/Jürgen Melzer setzen, die allesamt zugesagt haben. Nominiert hat der Kärntner im erweiterten Kader auch Dennis Novak, Lucas Miedler, Jurij Rodionov und den Feldkircher Philipp Oswald. Gespielt wird auf einem Hartplatz, der ähnlich wie jener in der Wiener Stadthalle sein wird. Uruguays mit Abstand bester Spieler ist Pablo Cuevas, die Südamerikaner sind ohnehin Sandplatzspezialisten. Zudem wird eben in der Woche darauf in Indian Wells auf Hardcourt gespielt. „Wir sind zwar immer noch eine Sandplatz-Nation, aber mittlerweile sind alle Spieler auch auf Hardcourt super drauf“, so Koubek.