Es geht um den Thron im Ski-Weltcup

Sport / 13.12.2019 • 21:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Johannes Strolz ist in Val d‘Isére im Slalom und im Riesentorlauf am Start.gepa
Johannes Strolz ist in Val d‘Isére im Slalom und im Riesentorlauf am Start.gepa

Pinturault und Kristoffersen kämpfen in Val d´Isére um die Führung.

Val d‘Isere In Abwesenheit von Überraschungs-Leader Matthias Mayer kämpfen Henrik Kristoffersen und Alexis Pinturault am Wochenende um die Führung im Skiweltcup der Herren. Für Österreichs Slalomherren geht es am Samstag um das erste Saison-Podest. Im Riesentorlauf gilt es, sich in Marcel Hirschers einstigem Lieblingsort für Beaver Creek zu rehabilitieren.

Wie schon so oft präsentiert sich Val d‘Isére auch diesmal tief verschneit und stürmisch. Am Freitag war die Auto-Anreise in den französischen Wintersportort nur mit Schneeketten erlaubt. Nicht zuletzt deshalb hatten sich Österreichs Slalomherren schon Donnerstag auf die Anreise gemacht. Wegen Schneefall und Sturm war sogar die öffentliche Startnummern-Auslosung für den Slalom abgesagt.

Nach vorne arbeiten

In Beaver Creek war Speed-Spezialist Mayer beim zweitschlechtesten Riesentorlauf der ÖSV-Herren als 19. bester ÖSV-Vertreter gewesen. Dass es nach dem Hirscher-Rücktritt in der alpinen Kerndisziplin Riesen-Probleme gibt, weiß man natürlich längst. Im Laufe der Saison wollen sich Stefan Brennsteiner und Co. deshalb in kleinen Schritten, aber kontinuierlich nach vorne arbeiten, um mit besseren Startnummern auch bessere Ergebnisse abliefern zu können. Mit Patrick Feurstein, Daniel Meier und Johannes Strolz sind drei Vorarlberger dabei. Zudem verstärkt nun auch Michael Matt seine RTL-Einsätze.

Der Arlberger ist der einzige aktive Slalom-Sieger im ÖSV-Team und hat schon vor der Saison angekündigt, sein Repertoire erweitern zu wollen. Durch das wetterbedingte Vorziehen des Slaloms kann Matt schon am Samstag Levi vergessen machen. In Finnland hatte im Slalom nur Christian Hirschbühl (der aus dem Ländle von Mathias Graf und Strolz unterstützt wird) mit Platz sieben aufgezeigt. In Frankreich fehlt mit dem verletzten Manuel Feller nun einer der stärksten ÖSV-Techniker, dafür sollte Marco Schwarz beim Comeback einen Schritt weiter sein.

Jagd auf Tomba-Rekord

Auch bzw. speziell in Val d‘Isére fährt auch der Geist von Marcel Hirscher mit. Der zurückgetretene Salzburger hat in Val d‘Isére sieben Siege und 15 Podestplätze geholt.

Kristoffersen und Lokalmatador Pinturault haben nach sieben Saisonrennen auch deshalb im Weltcup Rückstand auf die Spitze, weil der Norweger beim Pinturault-Sieg in Sölden als 18. und der Franzose dafür zuletzt beim Sensationserfolg von Tommy Ford in Beaver Creek als 17. „ausgelassen“ haben. Dafür hat sich Kristoffersen den Levi-Slalomsieg gesichert und auch in Val d‘Isére schon 2015 und 2016 gewonnen.

Für Pinturault gilt Ähnliches im Riesentorlauf. Auf der supersteilen „Face de Bellevarde“ hat der Franzose schon 2016 und 2017 den „Riesen“ gewonnen, ihm fehlt nur noch ein RTL-Podium auf die 31 des legendären Italieners Alberto Tomba.