Veith versucht sich im Super-G

Sport / 13.12.2019 • 21:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für Nina Ortlieb ist St. Moritz ein guter Boden, 2016 fuhr die Lecherin im Super-G auf den elften Rang. ap
Für Nina Ortlieb ist St. Moritz ein guter Boden, 2016 fuhr die Lecherin im Super-G auf den elften Rang. ap

Österreichs Damenteam ist beim Weltcup in St. Moritz gut aufgestellt.

St. Moritz Trotz intensiver Vorbereitung in den USA hat Anna Veith auf einen Super-G-Auftritt in Lake Louise verzichtet, diesen holt die Salzburgerin nun heute in St. Moritz nach. Damit verstärkt die verletzt gewesene Olympiasiegerin 2014 in der Schweiz auch Österreichs so starke Speed-Damen. Mikaela Shiffrin ist doppelte Mitfavoritin und will sich am Sonntag auch den dritten Parallelslalom sichern.

Die US-Amerikanerin hat die zwei bisher einzigen Einzel-Parallelslaloms 2017 in Courchevel sowie im Vorjahr jenen in St. Moritz für sich entschieden. Die US-Amerikanerin ist alleine deshalb auch diesen Sonntag (Finale 13.30 Uhr) Top-Favoritin vor Petra Vlhova, die jedesmal Zweite geworden ist. Allerdings hat die 24-jährige Ausnahme-Skirennfahrerin mit Lake Louise, St. Moritz, Cortina d‘ Ampezzo und der WM in Aare auch vier der jüngsten sechs Super-G, an denen sie teilgenommen hat, gewonnen.

Es wäre also kein Wunder, wenn die im Weltcup schon wieder souverän führende Amerikanerin am Wochenende ihre 62 Weltcupsiege (wie Annemarie Moser-Pröll) aufstockt und sich damit auf die Jagd nach dem nächsten Meilenstein macht. Im Visier hat Shiffrin Marcel Hirschers 67 Siege. Zu Landsfrau Lindsey Vonn (82) sowie Ingemar Stenmark (86) fehlt aber doch noch einiges.

Dorfmeister sucht Nachfolgerin

Frau der Stunde im Super-G ist aber nicht Weltmeisterin Shiffrin, sondern Viktoria Rebensburg. Die Deutsche hat vergangenen März beim Finale in Soldeu den letzten Super-G der alten und zuletzt am Sonntag in Lake Louise auch den ersten der neuen Saison für sich entschieden. Im Gesamt-Weltcup ist Rebensburg (235 Punkte) Zweite hinter Shiffrin (472).

Die größte Jagdmeute schickt heute der ÖSV ins Rennen. Angeführt von Abfahrts-Weltcupsiegerin Nicole Schmidhofer, die am Schauplatz ihres WM-Goldes 2017 aber seitdem (13. bzw. 9.) jetlagbedingt nicht rasend erfolgreich war, verfügen die ÖSV-Damen über eine Super-Truppe.

Mit Stephanie Venier (4.), Mirjam Puchner (5.), Tamara Tippler (6.) und Schmidhofer (8.) landeten zuletzt in Lake Louise gleich vier Österreicherinnen in den Top-Acht. Ein Sieg in der Schweiz wäre ein bisschen „historisch“. Denn bisher einzige Super-G-Siegerin für den ÖSV in St. Moritz war Michaela Dorfmeister im März 1999 bzw. im Jänner 2006.

Nina Ortlieb, die Vorarlberger Vertreterin, hat gute Erinnerungen an St. Moritz. 2016 fuhr die Lecherin bei ihrem zweiten Weltcupeinsatz Platz elf heraus. Zuletzt in Lake Louise kam sie nicht ins Ziel. Im Parallelslalom morgen hält Katharina Liensberger die Ländle-Fahne hoch. In der vergangenen Saison kam die Göfnerin bis ins kleine Finale, musste sich dort Wendy Holdener geschlagen geben und wurde als Vierte beste ÖSV-Läuferin.