Alexandra Giesinger neue Chefin beim Hypomeeting

Sport / 18.12.2019 • 10:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die 46. Auflage des Hypomeetings in Götzis findet 2020 am 30./31. Mai statt. Steurer

45-jährige Gieisinger übernimmt Amt von Christoph Kathan als OK-Präsident beim Hypomeeting und will Erfolgsweg treu blibien.

götzis Sie kommt aus Altach, ist 45 Jahre jung und seit dem 16. Dezember 2019 Präsidentin des Orangisationsteams beim Hypomeeting in Götzis. Die Rede ist von Alexandra Giesinger, nach Konrad Lerch (bis 2010) und Christoph Kathan die erst dritte operative Speerspitze der bedeutendsten Leichtathletik-Mehrkampfveranstaltung der Welt. „Da ich nur knapp einen Kilometer vom Möslestadion entfernt aufgewachsen und dort immer noch wohnhaft bin, war der jährliche Besuch des weltbesten Meetings fast ein Pflichttermin“, blickt Giesinger zurück.

2002 Job von der Tante übernommen

Vor 17 Jahren kam die Anfrage, ob sich die Altacherin eine Mitarbeit vorstellen kann: „Meine Tante Eva war bis dahin für die Betreuung der Videowall zuständig. Als sie mich dann gefragt hat, ob ich ihren Job übernehmen würde, habe ich sofort zugestimmt.“

Neo-OK-Präsidentein Alexandra Giesinger (4. v. r), der bisherige Präsident Christoph Kathan (l.) und die weiteren Mitglieder im Kom­pe­tenz­team des Hypomeetings in Götzis (v. l.): Arno Ritter, Markus Fink, Sophie Hotz, Susanne Knünz, Renate Öhy, Walter Weber, Werner Ströhle und Hans Aberer. Knobel

2014 wechselte die beim Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) im Projekt- und Officemanagement tätige Giesinger in das Organisationsteam und war fortan im Marketing tätig und für die Organisation der freiwiligen Helfer verantwortlich: „In den Jahren ist mein Tätigkeitsbereich immer etwas größer geworden. Schon in der Zeit als Zuschauerin hat mich immer wieder fasziniert, wie es funktioniert, so eine Sportveranstaltung in dieser Größenordnung und von der hohen Qualität zu organisieren. Das Bewundernswerte daran ist sicher der Umstand, dass sämtliche Mitarbeiter ehrenamtlich tätig sind. Mir imponiert es einfach unglaublich, wie hier gearbeitet wird. Grundwerte wie Loyalität, Engagement, Wertschätzung und Fairness haben für alle Beteiligten oberste Priorität“, beschreibt Giesinger. „Wir sind ein bunter Haufen von positiv Verrückten, die nicht nur einmal unterschiedliche Meinungen vertreten, am Ende des Tages aber immer an einem Strang ziehen und dasselbe Ziel verfolgen. Das ist für mich einerseits der große Reiz und gleichzeitig die große Herausforderung bei der Sache.“

Giesinger wurde 2017 bei der Generalversammlung des Vereins zur Förderung der Leichtathletik (VFL), die im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt, wird, zur Vizepräsidentin gewählt und übernahm den Bereich Marketing im OK-Team. „Auf dem Papier bin ich jetzt zwar die Präsidentin, doch persönlich sehe ich mich weiter als Mitglied eines für bestimmte Aufgaben zusammengestellten Teams. Ich habe nicht vor, mich in die Agenden von Walter Weber im sportlichen Bereich oder Athletenmanagement oder von Hans Aberer bei der Wettkampfleitung einzumischen“, erklärt die Absolventin des Sportmanagementlehrgangs am Olympiazentrum Vorarlberg.

Persönliche Gründe für Rückzug

Giesingers Vorgänger Christoph Kathan war insgesamt 16 Jahre im OK-Team, davon in den letzten neun Jahren an vorderster Front im OK-Team des Hypomeetins tätig. Der 48-jährige Götzner nannte für seinen Rückzug ausschließlich persönliche Gründe und die zunehmenden Herausforderungen als selbstständiger Partner bei der Personalberatung Kathan & Sepp GmbH in Dornbirn. „In den letzten zwei Jahren hat sich herausgestellt, dass ich einfach nicht mehr den Zeitrahmen habe, um Familie, Beruf und die Funktion beim Hypomeeting unter einen Hut zu bekommen. Es war für mich stets eine Ehre, einen Teil zum Gelingen des weltbesten Mehrkampfmeetings beigetragen zu haben. Ich bin überzeugt, meine Nachfolgerin wird diesen Weg bei der 46. Auflage am 30./31. Mai 2020 fortsetzen.“