Starker Endspurt als große Hoffnung beim SCR Altach

Sport / 18.12.2019 • 10:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Trotz eines Ausschlusses war Goalie Martin Kobras im Herbst mit 1435 Minuten der Altach-Akteur mit den meisten Einsatzzeiten. Gepa

Martin Kobras und Co. wollen den Schwung des Herbstes mitnehmen und im Frühjahr den Aufwärtstrend bestätigen.

Altach 18 von 22 Spielen im Grunddurchgang der Bundesliga sind absolviert. Aus Sicht des Cashpoint SCR Altach hätten im Jahr 2019 gerne noch ein paar Runden angehängt werden dürfen. Denn mit drei Siegen aus den letzten drei Runden drehten die Rheindörfler eine durchwachsene Herbstsaison doch noch etwas ins Positive. Wäre die Herbstsaison nach 15 Spielen beendet gewesen, wäre Altach nur aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht auf dem Abstiegsplatz. Dank des Endspurts der von Verletzungen gebeutelten Mannschaft von Alex Pastoor sieht die Welt nun ganz anders aus. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf den Platz Richtung 2. Liga zum Jahresende. Sechs Siege, ein Remis und elf Niederlagen und damit 19 Zähler stehen auf der Habenseite – das bedeutet Rang acht. Die großen Sorgenfalten dürften damit, zumindest für einige Tage, etwas kleiner ausfallen.

Goalie Kobras fehlte nur zwei Mal

Einer, der für die Altacher im Herbst sehr wichtig war, ist Mergim Berisha. Die Leihgabe von Ligakonkurrent RB Salzburg liegt im vereinsinternen Ranking nicht nur bei der Anzahl der Tore (7) in Front, sondern bereitete zusammen mit Neuzugang Sidney Sam auch die meisten Treffer vor (5). Damit ist der 21-jährige Deutsche sprichwörtlich die Lebensversicherung der Rheindörfler. Bleibt zu hoffen, dass Salzburg den Stürmer über den Winter hinweg in Altach Erfahrung sammeln lässt und nicht wie in der Vergangenheit bei Dimitri Oberlin den Spieler vorzeitig in den Bullenstall zurückholt.

Wichtig war auch die Erfahrung der langjährigen Altach-Spieler. Martin Kobras, der in der Vergangenheit oft in der zweiten Reihe warten musste, absolvierte im Herbst die meisten Einsatzminuten (1435) und fehlte nur zwei Spiele. Einmal nach seinem Ausschluss im Spiel gegen Mattersburg sowie im Heimspiel gegen Rapid krankheitsbedingt. Aber auch Jan Zwischenbrugger und Manfred Fischer waren im Team von Alex Pastoor Stützen und erhielten das Vertrauen des niederländischen Cheftrainers. Insgesamt setzte der 53-Jährige im Herbst 25 Spieler ein.

Liendl übertrifft Bestleistung

Nicht nur in Altach waren Vorarlbergs Fußballer unter Vertrag. Beim WAC machte sich der Thüringer Michael Liendl einen Namen als Torvorbereiter. Im Schnitt alle 120 Minuten spielte der 34-Jährige den entscheidenden Pass, der zu einem Torerfolg führte. Nach elf Torvorlagen in der Vorsaison hat er damit mit zwölf Assits bereits zu Saisonhalbzeit einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt. Damit ist er nicht nur Spitzenreiter in der Bundesliga, er könnte zudem die Vorjahresbestleistung von Peter Michorl (15) übertreffen.

Michael Liendl (l.) ist mit zwölf Torvorlagen Spitzenreiter in der Bundesliga. Zudem erzielte der Thüringer in den Diensten des Wolfsberger AC eines seiner drei Tore beim 5:2-Heimsieg der Kärntner gegen Altach. GEPA

Einen Rekord nach dem anderen egalisiert Ligakrösus Red Bull Salzburg. Zum neunten Mal seit Bundesliga-Gründung überwintern die Mozartstädter an der Tabellenspitze, sechs Mal wurden sie in der Folge Meister. Zuhause ist der Bullenklub seit 53 Bundesligaspielen ungeschlagen – ebenfalls eine Bestmarke . HFL