Ein Super-G mit Fragezeichen

Sport / 19.12.2019 • 20:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Norweger sind in Gröden hoch im Handel.

Gröden Ob der Super-G von Gröden heute (11.45 Uhr) tatsächlich zur Austragung kommt, steht noch in den Sternen. Die hohen Temperaturen dieser Tage haben der Saslong-Piste aber jedenfalls nicht so stark zugesetzt wie befürchtet. Auch in Abwesenheit von Aksel Lund Svindal kommen zwei der Topfavoriten aus Norwegen. Die ÖSV-Herren streben den ersten Super-G-Sieg in Gröden seit 2010 an.

Jansrud ist der Favorit

„Ich glaube, es kann überhaupt keiner sagen, wie es sich entwickeln wird“, brachte Lake-Louise-Sieger Matthias Mayer die Vorzeichen auf den Punkt. Wobei diese Aussage gleichermaßen für das Wetter wie für die Piste gilt, die zu den Klassikern im alpinen Ski-Weltcup zählt. Die Temperaturen sollten bis Freitag zwar sinken, gleichzeitig könnte es aber auch Niederschlag geben. Es könnte auch so weit kommen, dass das Rennen gestrichen werden muss.

Wenn der Super-G über die Bühne geht, handelt es sich um das erste Gröden-Rennen seit 2014 ohne Svindal, der nach der Ski-WM 2019 in Aare seinen Rücktritt vollzogen hat. Der Norweger, der in den vergangenen Tagen die Pisten in Lech unsicher machte, ist mit sieben Siegen, die er insgesamt in Super-G und Abfahrt holte, der Saslong-Rekordgewinner. Im besagten Jahr 2014 fehlte er wegen eines Achillessehnenrisses.

Doch nicht nur Svindal hat den Speed-Klassikern in Südtirol seinen Stempel aufgedrückt, auch seine beiden Landsmänner Kjetil Jansrud und Aleksander Aamodt Kilde haben hier schon gewonnen. Jansrud entschied 2014 und 2016 den Super-G für sich, Kilde triumphierte voriges Jahr in der Abfahrt. Zusammen machten Svindal und Jansrud sechs der jüngsten sieben Super-G im Grödnertal zu ihrer Beute. Ausnahme war 2016 der Deutsche Josef Ferstl.

Jansrud, im einzigen Abfahrtstraining gestern der Schnellste, ist in diesem Winter noch ohne Podestplatz. Kilde hingegen war in Beaver Creek hinter dem Schweizer Youngster Marco Odermatt Zweiter. Odermatt ließ das Gröden-Training aus, weil er sich ganz auf den Super-G konzentrieren wollte.