Eishockey-Derby Lustenau gegen Feldkirch: Ein heißer Tanz

Sport / 19.12.2019 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wer bleibt obenauf? Lustenaus Kapitän Maximilian Wilfan gegen VEU-Stürmer Kevin Puschnik. <span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Wer bleibt obenauf? Lustenaus Kapitän Maximilian Wilfan gegen VEU-Stürmer Kevin Puschnik. VN/Stiplovsek

Im Derby zwischen Lustenau und Feldkirch bleibt wohl nur der Sieger im Titelrennen.

Lustenau Hopp oder tropp heißt es im Vorarlberger Derby in der Rheinhalle zwischen dem EHC Lustenau und der VEU Feldkirch im Rahmen der österreichischen Meisterschaft. Denn nur der Sieger dürfte im Rennen um den ÖEHV-Titel bleiben. Der Zweite aus der Fraktion West, also entweder der EHC oder die VEU, dürfte auf der Strecke bleiben – weil in den Gruppen Ost und Mitte die zweitplatzierten Klubs auf mehr Punkte kommen dürften.
Neun Mannschaften kämpfen in den Pools West, Ost und Mitte um den österreichischen Meistertitel. Während in den Gruppen Ost und Mitte der reguläre AHL-Spielplan für die Tabellen herangezogen wird, spielt man im Westen ein eigenes Turnier aus. Die drei Gruppensieger steigen ins Halbfinale auf, Team vier ergibt sich aus der Gesamtwertung der absolvierten Spiele. In der Gruppe Ost liegt der KAC II und in der Gruppe Mitte die Red Bull Juniors an der Spitze. Weil Kitzbühel und die Steel Wings Linz in den Begegnungen mit den heimischen Konkurrenten bisher dankbare Opfer spielten, dürfte der beste Zweitplatzierte aus der Gruppe Ost oder Mitte kommen.
Lustenaus Werner Alfare ist über die vom Eishockeyverband vorgegebene Regelung wenig erbaut. „Das kommt, weil beim ÖEHV bornierte Theoretiker sitzen, die keine faire Einschätzung vornehmen können.“ Feldkirchs Michael Lampert erklärt: „Wir sind davon ausgegangen, dass in der gesamtösterreichischen Tabelle alle Spiele der AHL-Klubs untereinander in die Tabelle einfließen. Es wurde offenbar vergessen, das so detailliert in die Ausschreibung hineinzunehmen.“

Gut im Griff

Für das Derby heute bedeutet diese Konstellation zusätzliche Brisanz. Die VEU hat einen 3:2-Sieg nach Penaltys stehen, sechs Punkte auf dem Konto, muss in der Rheinhalle gewinnen, um Gruppensieger zu werden. Im direkten Duell reicht auch ein nochmals ein Erfolg nach Penaltyschießen. Der EHC steht bei sieben Punkten, muss ebenfalls als Sieger vom Eis gehen und zumindest zwei Zähler aufs Konto bringen.
„Das wird ein heißer Tanz“, glaubt EHC-Trainer Christian Weber. „Grundsätzlich wollen beide immer im Derby mit einem Erfolg nach Hause gehen. Aber unter diesen Umständen sind beide Teams unter Zugzwang, verlieren ist verboten.“ Für den Coach ist es unverständlich, dass der aktuell Fünfte oder Sechste der AHL nicht weiterkommt, dafür eventuell ein Team aus dem hinteren Tabellenbereich. „Da wurde beim Reglement zu kurz gedacht.“
Die Eckpunkte für Weber im Derby? „Wir müssen uns aufs eigene Spiel konzentrieren, die Emotionen im Griff haben und die beste Leistung abrufen.“ Für Feldkirchs Achse mit Robin Soudek, Kevin Puschnik und Dylan Stanley gibt es keine spezielle „Polizei“. „Wir hatten sie beim 7:3 im letzten Spiel gut im Griff.“