Lustenau mit einem Lehrspiel

Sport / 19.12.2019 • 23:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ryan Glenn tanzte beim Lustenauer Führungsstreffer zum 1:O VEU-Torhüter Alex Caffi elegant aus, Martin Grabher Meier (hinten) drückte den Puck über die Linie.Stiplovsek
Ryan Glenn tanzte beim Lustenauer Führungsstreffer zum 1:O VEU-Torhüter Alex Caffi elegant aus, Martin Grabher Meier (hinten) drückte den Puck über die Linie.Stiplovsek

9:1-Erfolg im Derby gegen die VEU, der EHC steht im Halbfinale der österreichischen Meisterschaft.

Lustenau Der EHC Lustenau steht im Halbfinale der österreichischen Eishockeymeisterschaft. Die Mannschaft von Christian Weber fertigte im Vorarlberger Derby den Lokalrivalen VEU Feldkirch mit sechs Toren im Mittelabschnitt 9:1 ab. „Wir haben ein unglaublich starkes zweites Drittel gespielt,“ freute sich Weber. „Alles was wir gemacht haben, ist aufgegangen.“ Feldkirchs Coach Patrice Lefebvre fand nur schwer Worte für die Schlappe. „Das war peinlich.“ Auch die Salzburg Juniors, die in der AHL mit 5:3 gegen Zell am See die Oberhand behielten, sind fix für das Semifinale qualifiziert.

Hattrick von Grabher Meier

Zwei Tore, keine Strafminuten, wenig Spektakel. Das Startdrittel im Vorarlberger Derby zwischen dem EHC und der VEU ließ einige Wünsche offen. Zwar versuchten beide Mannschaften Akzente zu setzen, erspielten sich auch einige Möglichkeiten, waren aber in den Aktionen zu fehlerhaft und ungenau. Ryan Glenns bereitete mit einem Gusto-
stück da 1:0 (13.) durch Martin Grabher Meier vor, Christoph Draschkowitz konterte nur 53 Sekunden später mit dem 1:1 (13.)

Weber gefiel das lauwarme Startdrittel nicht. „Zu Beginn hatten wir Glück, da hat uns Torhüter Rene Swette im Spiel gehalten. Dann haben wir uns besser bewegt und den Puck laufen gelassen.“ Seine Mannschaft erhöhte nach der ersten Pause die Schlagzahl deutlich und wurde für die Bemühungen belohnt. Lukas Haberl versenkte allein gegen VEU-Goalie Alex Caffi den Puck zum 2:1 (23.), nur 97 Sekunden später war Kapitän Max Wilfan mit dem 3:1 (24.) zur Stelle. Lustenau lieferte dann ein Lehrspiel ab, erhöhte durch Grabher Meier (32.), Wilfan (36.), Timo Demuth (38.) – nach Vorlage von Swette – sowie Elias Wallenta auf 7:1 (39.) und hatte noch dazu bei zwei Treffern an die Torumrandung Pech. Nach dem 4:1 wurde die Begegnung rustikaler, vier kleine Bankstrafen kassierte bis zum Drittelende der EHC, sechs die VEU.

Im Schlussdrittel verlief die Partie wieder in geregelten Bahnen. Der EHC spielte den Sieg nach Hause, die VEU konnte nicht mehr zulegen. Grabher Meier ließ sich mit seinem Überzahltreffer ins Kreuzeck zum 8:1 (42.) einen Hattrick gutschreiben, David Slivnik besorgte nach schönem Zuspiel von Lucas Haberl den 9:1-Endstand (56.). „Das Resultat war am Ende zu hoch“, meinte Weber. Für Lefebvre waren die ersten 20 Minuten wegweisend: „Wir haben drei gute Chancen vergeben, hätten 3:1 führen müssen. Wir haben dumme Fehler gemacht, sowas nutzt ein Team wie der EHC aus.“ do-ko

„Das zweite Drittel war unglaublich stark. Alles, was wir gemacht haben, ist aufgegangen.“

Eishockey

Österreichische Meisterschaft, Gruppe West

Gestern spielten

EHC Lustenau – VEU Feldkirch 9:1 (1:1, 6:0, 2:0)

2019, SR Gamper, Holzer, Martin, Spiegel

Torfolge: 13. 1:0 Grabher Meier, 13. 1:1 Draschkowitz, 23. 2:1 L. Haberl, 24. 3:1 Wilfan, 32. 4:1 Grabher Meier, 36. 5:1 Wilfan, 38. 6:1 Demuth (5:4), 39. 7:1 Wallenta, 42. 8:1 Grabher Meier, 56. 9:1 Slivnik

Strafminuten: 17 bzw. 15

EHC Lustenau: Swette, Glenn, Slivnik, Oberscheider, Krammer, Hrdina, Stefan, Loibnegger; Wilfan, D‘Alvise, Hurtubise, Wallenta, Demuth, L. Haberl, Grabher Meier, Long, Rasmussen, Pfennich, König, D. Haberl

VEU Feldkirch: Caffi (41. Kühne); Scholz, Birnstill, Pilgram, Jancar, Ratz; Puschnik, Stanley, Soudek, Lebeda, Fekete, Samardzic, Gehringer, Mairitsch, Draschkowitz, Kyllönen, Steurer, Koczera

Alle Spiele

VEU Feldkirch – Bregenzerwald 6:1 (1:1, 4:0, 1:0)

EHC Lustenau – Bregenzerwald 4:3 (0:1, 2:1, 2:1)

EC Bregenzerwald – VEU 6:5 n.V. (2:0, 3:3, 0:2)

VEU Feldkirch – Lustenau 3:2 n. P. (1:0, 1;2, 0:0)

EC Bregenzerwald – Lustenau  4:7 (0:1, 1:3, 3:3)

EHC Lustenau – VEU Feldkirch 9:1 (1:1, 6:0, 2:0)

Abschlusstabelle

1. EHC Lustenau 4 3 0 1 0 22:11 10 2. VEU Feldkirch 4 1 1 0 2 15:18 6

3. EC Bregenzerwald 4 0 2 1 1 14:22 2

Halbfinale: 23. und 25. Jänner

Finale: 6. und 8. Februar