Jobgarantie für Hütter und Forderung nach alten Tugenden

Sport / 23.12.2019 • 20:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vollstes Vertrauen: In Frankfurt traut man Adi Hütter den Turnaround zu.AP
Vollstes Vertrauen: In Frankfurt traut man Adi Hütter den Turnaround zu.AP

Frankfurt Nach dem tristen Ende eines aufreibenden Frankfurter Fußballjahres hatte Fredi Bobic ziemlichen Redebedarf –nur bei einem Thema gab sich der Eintracht-Sportvorstand wortkarg. „Eine Trainerdiskussion müssen wir gar nicht beginnen“, sagte er voller Nachdruck. Die Verantwortung für die 1:2-Niederlage bei Schlusslicht Paderborn schob Bobic klar der Mannschaft zu. „Es ist sehr schade, dass wir uns in den letzten Wochen vieles kaputtgemacht haben“, sagte der 48-Jährige nach dem siebten Ligaspiel in Folge ohne Sieg. „In den letzten Wochen war es ein Tick zu wenig. Wir müssen den Kampf annehmen. Das ist das, was uns immer ausgezeichnet hat“, weiß Bobic, unter dessen Führung die Hessen eine fast märchenhafte Renaissance erlebten. Doch besonders die Auftritte auf internationalem Parkett sorgten für eine hohe Belastung. 56 Pflichtspiele bestritt die Hütter-Mannschaft im ausgehenden Kalenderjahr – mehr als jeder andere Bundesligist. Eine fast schon unheimliche Verletzungsmisere und ein eklatanter Kräfteverschleiß waren die Folge.

Hütter ist „sehr zuversichtlich“, die „sehr ernste Tabellensituation“ schnell zu entschärfen. Einige Leistungsträger (wie etwa Kevin Trapp und Martin Hinteregger) stünden ihm bald wieder zur Verfügung, auch sei in der Rückrundenvorbereitung wieder an ein „richtiges Training mit allen Spielern“ zu denken. Allerdings haben die Hessen nicht viel Zeit für den Neustart: Am 2. Jänner geht es direkt nach Florida ins Trainingslager, 16 Tage später steht bereits der Rückrundenauftakt bei der TSG Hoffenheim auf dem Programm. Vielleicht mischt dann ja auch der eine oder andere Neue mit: Frankfurter Medien spekulieren längst über eine Rückkehr von Ante Rebic.