Mit Podestplatz beschenkt

Sport / 23.12.2019 • 21:38 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Im Halbfinale zog Leitinger (hinten) gegen Windingstad den Kürzeren.gepa
Im Halbfinale zog Leitinger (hinten) gegen Windingstad den Kürzeren.gepa

Roland Leitinger bei Parallel-RTL Dritter, der Sieg ging an den Norweger Windingstad.

Alta Badia Wie einen Tag vorher hat es auch am Montag einen norwegischen Riesentorlauf-Sieg in Alta Badia gegeben. Der 26-jährige Rasmus Windingstad gewann den Parallel-Riesentorlauf vor dem Deutschen Stefan Luitz und feierte seinen ersten Sieg im alpinen Ski-Weltcup. Roland Leitinger beschenkte sich indes am Tag vor dem Heiligen Abend mit Platz drei. Für den Salzburger war es das erste Weltcup-Podest. „Eine geniale Sache. Das habe ich mir hart erkämpft. Immer mehr und mehr Souveränität aufgebaut. Taugt mir, dass es geklappt hat“, freute sich der 28-Jährige, der 2017 in St. Moritz Riesentorlauf-Vizeweltmeister war. Der RTL-Spezialist erzählte, dass er in der Heimat gerade mit dem Bau seines Haus fertig geworden sei. „Heute ziehe ich ein“, gab es also doppelt Grund zur Freude.

Im Halbfinale zu viel riskiert

Im Semifinale war für ihn gegen Windingstad vorläufig Endstation. „Das war ein bisschen schade, weil ich nicht so viel riskieren hätte müssen. Einfach nur normal durchfahren“, berichtete er von einem Missgeschick beim Sprung. Dadurch kam er aus dem Rhythmus und steckte schließlich auf. Im kleinen Finale setzte sich Leitinger dann klar gegen dessen Landsmann Leif Kristian Nestvold-Haugen (+1,15 Sekunden) durch.

Im Viertelfinale hatte er zuvor den Weltcup-Gesamtleader Henrik Kristoffersen um satte 0,78 Sekunden distanziert. „Wenn du die Chance hast, dann möchtest du zuschlagen. Und das habe ich getan“, sagte Leitinger. Dennoch baute der Norweger, der letztlich den siebten Platz herausholte, seine Gesamtführung aus. Zweiter ist weiter Vincent Kriechmayr aus der Speed-Mannschaft des ÖSV. Leitinger hatte sich im Jänner 2018 einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Seitdem kämpfte er mühsam, um den Anschluss an die Weltspitze wieder zu schaffen. Am Sonntag war er nicht über Rang 23 hinausgekommen. „Gestern habe ich so ausgeleert, und das hat mich so angezipft“, verriet er. „Deswegen war gleich heute die nächste Chance, und ich habe schon zugeschlagen. Das taugt mir.“

Auch Windingstad, der am Sonntag Siebter gewesen war, strahlte über das ganze Gesicht. Sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis war Rang zwei im heurigen März im Riesentorlauf von Kranjska Gora. „Es ist fantastisch“, jubelte der 26-Jährige. „Ich habe ein gutes Gefühl gehabt, mich immer sehr sicher und kontrolliert gefühlt.“ Auf dem roten Kurs habe er sich besonders wohlgefühlt, berichtete Windingstad. Dort holte er fast alle seine Siege in den K.o.-Duellen. „Da habe ich auch ein bisschen Glück gehabt.“

Hirschbühl Bester des Ländle-Trios

Die routinierteren Michael Matt (21.) und Christian Hirschbühl (19.) schieden schon in der ersten Runde aus. Matt scheiterte knapp am US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, für Hirschbühl kam gegen Kristoffersen das Aus. „In dem Bewerb kommt es auf Kleinigkeiten an“, meinte der Vorarlberger. „Er war einfach schneller – und fertig.“ Marco Schwarz, Stefan Brennsteiner sowie die beiden Vorarlberger Johannes Strolz und Daniel Meier waren bereits in der Quali gescheitert, in der am Nachmittag ein technisches Problem für eine Verzögerung von über einer halben Stunde gesorgte hatte. Nach dem ersten von zwei Läufen streikte offenbar das System für die Zeitnehmung.

„Eine geniale Sache. Das habe ich mir hart erkämpft. Taugt mir, dass es geklappt hat.“

Herren, Parallel-RTL in Alta Badia

  1. Rasmus Windingstad (NOR)

  2. Stefan Luitz (GER)

  3. Roland Leitinger (AUT)

  4. Leif Kristian Nestvold-Haugen (NOR)

  5. Lucas Braathen (NOR)

  6. Mattias Rönngren (SWE)

  7. Henrik Kristoffersen (NOR)

  8. Justin Murisier (SUI)

  9. Loic Meillard (SUI)

 10. Thibaut Favrot (FRA)

 11. Dominik Raschner (AUT)

 19. Christian Hirschbühl (AUT)

 21. Michael Matt (AUT)

Herren, gesamt (11)

  1. Henrik Kristoffersen (NOR) 379

 2. Vincent Kriechmayr (AUT) 312

  3. Alexis Pinturault (FRA) 302

  4. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 294

  5. Matthias Mayer (AUT) 257

  6. Dominik Paris (ITA) 249

  7. Marco Odermatt (SUI) 222

  8. Beat Feuz (SUI) 221

  9. Mauro Caviezel (SUI) 218

 10. Thomas Dreßen (GER) 202

18. Hannes Reichelt (AUT) 133

28. Roland Leitinger (AUT) 90

38. Michael Matt (AUT) 79

40. Christian Hirschbühl (AUT) 72

    Marco Schwarz (AUT) 72

49. Christian Walder (AUT) 51

57. Max Franz (AUT) 38

    Manuel Feller (AUT) 38

64. Dominik Raschner (AUT) 32

75. Daniel Danklmaier (AUT) 20

87. Otmar Striedinger (AUT) 14

93. Stefan Babinsky (AUT) 11

    Marc Digruber (AUT) 11

98. Stefan Brennsteiner (AUT) 10

109. Christoph Krenn (AUT) 6

    Christoper Neumayer (AUT) 6

Mannschaft Herren (11)

  1. Norwegen 1514

  2. Schweiz 1334

  3. Österreich 1252

Nationencup (21)

  1. Österreich 2561

  2. Schweiz 2280

  3. Norwegen 2161