Bulldogs am Verzweifeln

Sport / 26.12.2019 • 23:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Dornbirn-Goalie Juha Järvenpää kann das bescheidene Auftreten seines Teams nicht fassen.<span class="copyright">gepa</span>
Dornbirn-Goalie Juha Järvenpää kann das bescheidene Auftreten seines Teams nicht fassen.gepa

Im Duell Vorletzter gegen Letzter kassierten die Dornbirner eine 1:6-Niederlage in Innsbruck.

Innsbruck Die Talfahrt der Bulldogs ließ sich auch gegen die Haie nicht stoppen. In Innsbruck kassierten Stefan Häußle und Co eine 1:6-Abfuhr. Die siebente Pleite in Folge war zugleich die 25. Saisonniederlage. „Es ist unerklärlich, eigentlich wollten wir ganz anders spielten“, sagte Jannik Fröwis. Im Duell der Tabellennachzügler waren die Dornbirner stets einen Schritt zu langsam. „Eine harte Niederlage. Wir müssen mehr Lust auf das Spiel haben“, erklärte der einzige DEC-Torschütze, Mikko Vainonen.

Erste Bank Liga 2019/20

HC Innsbruck – Dornbirner EC 6:1 (3:0, 2:1, 1:0)

Wasserkraft Arena, 1800, SR Kopetz, Nikolic, Sparer, Tschrepitsch

Torfolge: 1. 1:0 Boivin (5:4-Überzahl), 5. 2:0 Lattner, 14. 3:0 Thörnberg, 25. 4:0 Spurgeon, 31. 5:0 Herbert, 35. 5:1 Vainonen, 51. 6:1 Sedivy

Strafminuten: 2 bzw. 10

HC Innsbruck: Darling; Boivin, Bär, Lattner, Guimond, Wetzelsberger, Jaunegg; Sedivy, Herbert, Thörnberg, Lammers, Spurgeon, Broda, Kromp, Zajc, Wachter, Paulweber, Ludin, Kuprian

Dornbirner EC: Järvenpää; Subban, Ellerby, Gartner, Magnan, Vainonen, Schnetzer, Fässler; Romig, Rapuzzi, Bau, Fröwis, Tamminen, Körkkö, Macierzynski, Häußle, Schwinger, Egger, Pöschmann, Antonitsch

Negativrekorde wackeln

Damit sanken Dornbirns Chancen, in den verbleibenden elf Runden doch noch die rote Laterne abzugeben. Bereits am Samstag droht die nächste bittere Abfuhr. Im Messestadion wartet Tabellenführer Salzburg (19.15 Uhr).
Die Bulldogs sind drauf und dran, die schlechteste Grunddurchgangsdarbietung in der bisherigen EBEL-Zugehörigkeit abzuliefern. Neben der längsten Niederlagenserie (13 Pleiten in Serie) drohen in der achten EBEL-Saison zwei weitere Minus-Rekorde. In den letzten sieben Saisonen schloss Dornbirn die 44 Runden noch nie als Schlusslicht ab. Zudem könnte die Marke von 31 Niederlagen aus dem Einstiegsjahr ebenfalls noch übertroffen werden. Um dies in den verbleibenden Matches noch abzuwenden, wäre ein Erfolg im Westderby ein guter Beginn gewesen. Die Tiroler hatten vor dem Spiel am Stefanitag als Vorletzte 13 Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht aus dem Ländle.

„Es ist unerklärlich, wir wollten ganz anders spielen und nicht so eine Leistung zeigen.“

Jannik Fröwis, Stürmer Dornbirner EC Bulldogs

Dürftige Vorstellung

Doch bereits nach 33 Sekunden kündigte sich in der Heimstätte der Haie ein bitterer Abend für die Gäste an. Während Mathias Bau Hansen von der Strafbank das Spiel verfolgte, beförderte HCI-Verteidiger Michael Boivin die Scheibe in Überzahl zur Führung ins Gehäuse. Nicht einmal vier Minuten später stellte Jan Lattner auf 2:0. Der Haie-Spieler kam völlig frei vor DEC-Keeper Juha Järvenpää zum Abschluss.
Nach diesem Fehlstart nahm Gäste-Trainer Kai Suikkanen ein Timeout. Seine Ansprache verpuffte jedoch ergebnislos. Fünf Abschlussversuche im Startdrittel waren zu wenig, um die Gastgeber ernsthaft unter Druck zu bringen. Die Haie bestraften Dornbirns Fahrlässigkeit in der 14. Minute zum dritten Mal. Routinier Robin Gartner agierte hinter dem eigenen Tor zu leichtfertig und verlor den Puck. Jesper Thörnberg versenkte das daraus resultierende Zuspiel. Der dürftige Auftritt gegen den Zehntplatzierten endete im ersten Drittel bereits in der 18. Spielminute. Ein Loch im Eis zwang die Schiedsrichter zur vorverlegten Pause. Im zweiten Abschnitt mussten die mitgereisten Bulldogs-Fans bis zur 35. Minute auf eine Reaktion ihres Teams warten. Ein Zuspiel von Kevin Macierzynski vollendete Mikko Vainonen mit dem einzigen DEC-Treffer. Es war der erste gefährliche Angriff der Gäste. Das spielte aber keine Rolle mehr, denn die Tiroler hatten schon längst für die Entscheidung in diesem einseitigen Duell gesorgt. Tyler Spurgeon (25.) und Caleb Herbert (31.) hatten für die Haie zwischenzeitlich auf 5:0 erhöht.

In den letzten 20 Spielminuten war die Luft im Spiel endgültig draußen. Trotzdem reichte es für die Heimischen zum sechsten Treffer. Ondrej Sedivy (51.) fixierte den 1:6-Endstand. ABR